Aaron Cortes erhält 15 Jahre Sperre für Spielmanipulation im Tennis

Der spanische Tennisspieler Aaron Cortes steht im Zentrum eines der größten Skandale in der jüngeren Tennisgeschichte.

by Faruk Imamovic
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Aaron Cortes erhält 15 Jahre Sperre für Spielmanipulation im Tennis
© Getty Images/Julian Finney

Der spanische Tennisspieler Aaron Cortes steht im Zentrum eines der größten Skandale in der jüngeren Tennisgeschichte. Mit einer beispiellosen 15-jährigen Sperre wegen Spielmanipulation und weiteren Vergehen markiert sein Fall einen dunklen Punkt im internationalen Tennissport.

Ein Geständnis mit weitreichenden Folgen

Die Internationale Tennisintegritätsagentur (ITIA) verkündete am Dienstag, dass Cortes, 29, insgesamt 35 Verstöße gegen das Anti-Korruptionsprogramm des Tennis zwischen 2016 und 2018 zugegeben hat.

Diese Verstöße umfassen nicht nur die Manipulation von Spielausgängen und das Akzeptieren von Geld für derartige Manipulationen, sondern auch das Versäumnis, korrupte Annäherungsversuche zu melden, auf Tennis zu wetten und Geld an Turnieroffizielle zu geben, im Austausch für eine Wildcard.

Die ITIA fügte hinzu, dass Cortes vollumfänglich kooperiert und die Sanktionen akzeptiert hat, welche neben der Sperre auch eine Geldstrafe in Höhe von 75.000 US-Dollar umfassen, wovon 56.250 US-Dollar ausgesetzt sind.

Ein Abstieg, der Fragen aufwirft

Cortes, der im Jahr 2017 seine höchste Einzelplatzierung mit Rang 955 erreichte, ist nun bis zum 27. März 2039 von der Teilnahme, dem Coaching und sogar dem Besuch offizieller Tennisveranstaltungen ausgeschlossen.

Diese Entscheidung wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die persönliche Tragödie eines Sportlers, der seine Karriere aufs Spiel gesetzt hat, sondern auch auf die anhaltenden Herausforderungen, mit denen der Tennissport im Kampf gegen Korruption konfrontiert ist.

Der Fall Cortes ist ein mahnendes Beispiel dafür, wie tief die Wurzeln der Korruption in einigen Bereichen des Sports reichen können. Es stellt sich die Frage, wie viele ähnliche Fälle noch unentdeckt bleiben und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um derartige Vergehen in Zukunft zu verhindern.

Die ITIA und andere Sportintegritätsorganisationen stehen vor der Aufgabe, nicht nur einzelne Täter zu überführen, sondern auch ein System zu schaffen, das Fairness und Integrität im Tennis und im Sport allgemein fördert.

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