Zwei Tennisspieler wegen Verbindung zu Wettbetrugssyndikat gesperrt

Die Welt des Tennis wird erneut von einem Match-Fixing-Skandal erschüttert.

by Faruk Imamovic
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Zwei Tennisspieler wegen Verbindung zu Wettbetrugssyndikat gesperrt
© Getty Images/Clive Brunskill

Die Welt des Tennis wird erneut von einem Match-Fixing-Skandal erschüttert. Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) gab am Freitag bekannt, dass zwei weitere Spieler mit niedrigerem Ranking im Zusammenhang mit einem Wettbetrugssyndikat in Belgien gesperrt wurden.

Lebenslange Sperre und hohe Geldstrafen

Alejandro Crespo, ein 34-jähriger Bolivianer, wurde aufgrund seines "kontinuierlichen Musters der Korruption" lebenslang gesperrt und muss zudem eine Geldstrafe von 250.000 US-Dollar zahlen.

Crespo, der im Jahr 2016 seine höchste Platzierung mit Rang 741 erreichte, steht nun im Zentrum der Korruptionsvorwürfe. Jorge Panta Herreros, ein 28-jähriger Peruaner, erhielt eine dreijährige Suspendierung und eine Geldstrafe von 10.000 US-Dollar, nachdem er in die Manipulation von zwei Spielen verwickelt war.

Panta Herreros, dessen Karrierehöhepunkt im Jahr 2022 mit Platz 447 erreicht wurde, fügt sich in eine Liste von mindestens 15 weiteren Spielern ein, die bereits in Verbindung mit dem von Grigor Sargsyan geleiteten Wettbetrugssyndikat stehen.

Systematisches Problem und langfristige Folgen

Das Wettbetrugssyndikat, das von Grigor Sargsyan geführt wurde, ist seit längerem bekannt und wurde im vergangenen Jahr durch eine fünfjährige Freiheitsstrafe für Sargsyan rechtlich aufgearbeitet.

Die jüngsten Sanktionen zeigen, dass das Problem der Spielmanipulationen im Tennis weiterhin tief verwurzelt ist und sowohl Spieler mit niedrigeren als auch höheren Ranglistenpositionen betrifft. Die fortwährenden Enthüllungen über Korruption im Tennis werfen ein schlechtes Licht auf den Sport und stellen die Integrität zahlreicher Spiele in Frage.

Es bleibt abzuwarten, wie die ITIA und andere Organisationen weiterhin darauf reagieren werden, um die Fairness und Transparenz im Sport zu gewährleisten und solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Auswirkungen dieser Skandale sind nicht nur für die betroffenen Spieler, sondern auch für die Fans und Sponsoren des Tennissports gravierend.

Sie untergraben das Vertrauen in die Fairness der Wettkämpfe und können langfristige negative Konsequenzen für die allgemeine Wahrnehmung des Sports haben.

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