Andy Roddick erreicht Platz eins der US-Tennis-Podcasts

by Faruk Imamovic
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Andy Roddick erreicht Platz eins der US-Tennis-Podcasts
© Served_Podcast/X/Fair Use

Andy Roddick hat mit seinem Podcast Served with Andy Roddick überraschend einen großen Erfolg gefeiert. Seit dem Start im Januar 2024 hat sich das Format zur meistgehörten Tennis-Sendung in den US-Podcast-Charts entwickelt. Auf YouTube zählt das Projekt über 150.000 Abonnenten, auf Instagram ähnlich viele.

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Der frühere Weltranglistenerste und US-Open-Sieger von 2003 ist für seine sympathische Art am Mikrofon bekannt – ganz gleich, ob nach einem Sieg oder einer Niederlage. Schon länger arbeitet er mit dem Tennis Channel zusammen. Dass nun auch sein eigenes Podcast-Projekt so durchstartet, hätte er selbst nicht erwartet.

„Ich glaube nicht, dass wir dachten, dass das wirklich etwas wird – und genau das war irgendwie unsere Superkraft“, erklärte Roddick im Gespräch mit The National. „Wenn du keine Erwartungen hast, hast du auch keine Angst. Für mich ist es großartig, weil ich ein kleiner Tennis-Nerd bin. Wenn wir Gäste einladen, kann ich ihnen all die Fragen stellen, die ich ihnen sonst nie stellen würde. In gewisser Weise ist es also ein schönes kleines Projekt.“

Zwischen Profi-Insider und Fan-Perspektive

Jon Wertheim, Tennisexperte und häufiger Co-Host des Podcasts, beschreibt Roddick als perfekte Besetzung für dieses Format. „Er hat den Lebenslauf eines Hall-of-Famers, aber die Sichtweise eines ganz normalen Fans, der immer noch Fragen stellt“, sagte Wertheim. „Er ist schlagfertig, beobachtet genau, spricht klar und ohne Fachchinesisch. Es gibt keinen Experten-Fluch – er sieht das Spiel durch die Augen eines Fans, obwohl er in großen Finals gespielt hat.“

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Wertheim sieht den Erfolg auch im Wandel des Sportkonsums: „Menschen schauen heute weniger Matches selbst, interessieren sich aber mehr für alles rundherum. Das wollten wir mit diesem Podcast ansprechen.“

Served with Andy Roddick bietet wöchentliche Folgen, immer dienstags. Eingeladen waren bereits Größen wie Rafael Nadal, Andre Agassi, Iga Swiatek, Aryna Sabalenka und Madison Keys. Ende 2024 übernahm Vox Media die Vermarktung und Verbreitung des Podcasts.

Roddick sieht darin eine Lücke im Tennisangebot geschlossen: „Die Welt achtet auf Tennis acht Wochen im Jahr – während der Grand Slams. Dazwischen war wenig los. Es gab keinen Ort, wo an einem Dienstag mal eine gute Geschichte erzählt wurde oder man ein Update bekam zu einem Turnier, das man vielleicht wegen der Zeitverschiebung nicht sehen konnte.“

Er betont auch, wie wichtig für ihn fundierte Analysen sind: „Ich finde es okay, Kritik zu üben – solange man erklärt, warum etwas schwer ist. Tennisanalysten taten oft so, als wäre alles ganz einfach. Das ist es nicht. Wenn jemand Probleme hat, sollte man sagen, warum – und wie es besser werden kann.“

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