Der reichste Preis im Tennis steht wieder auf dem Spiel: In Riad steigt im kommenden Monat die zweite Auflage des Six Kings Slam. Dabei fühlt sich Titelverteidiger Jannik Sinner etwas benachteiligt, nachdem die Auslosung bekanntgegeben wurde.
Der Italiener hatte im Vorjahr die Premiere dieses Einladungsturniers gewonnen. Im Finale setzte er sich nach verlorenem ersten Satz mit 6:7 (5), 6:3, 6:3 gegen Carlos Alcaraz durch und kassierte die Rekordprämie von sechs Millionen Dollar – das größte Preisgeld seiner Karriere.
Trotz dieses Erfolges muss Jannik in diesem Jahr eine Partie mehr absolvieren als sein spanischer Rivale, wenn er erneut den Jackpot knacken will.
Djokovic mit Freilos – Sinner vor schwerem Weg
Sechs Topspieler treten in der ANB Arena in Saudi-Arabiens Hauptstadt an: neben Jannik und Alcaraz auch Novak Djokovic, Alexander Zverev, Taylor Fritz und Stefanos Tsitsipas. Übertragen werden die Spiele exklusiv auf Netflix, das mehr als 300 Millionen Abonnenten erreicht.
Während Djokovic direkt für das Halbfinale gesetzt ist, beginnt Sinners Weg bereits gegen Tsitsipas. Der Grieche ersetzt den verletzten Jack Draper, ist selbst aber angeschlagen. Es gibt Berichte, dass er eine sechswöchige Pause benötigt. Dennoch könnte er starten – auch mit Blick auf die lukrativen Antrittsgelder. Im vergangenen Jahr kassierte Daniil Medvedev 1,5 Millionen Dollar für ein schnelles Aus, was ihm pro Minute auf dem Platz rund 21.700 Dollar einbrachte.
Für Sinner bedeutet die Auslosung einen harten Weg: Sollte er Tsitsipas schlagen, wartet im Halbfinale Djokovic. Alcaraz trifft derweil auf den Sieger zwischen Taylor Fritz und Alexander Zverev. Fritz geht als Favorit in dieses Duell, nachdem er Zverev zuletzt im Laver Cup klar besiegte.
Revanche im Finale möglich
Die Veranstalter setzen klar auf die Strahlkraft von Djokovic und Alcaraz. Dennoch bleibt ein mögliches Wiedersehen im Endspiel zwischen Jannik und Alcaraz der große Reiz dieses Showturniers. Beide haben die letzten acht Grand-Slam-Titel unter sich ausgemacht und dominieren die Tour. In Saudi-Arabien könnte es erneut zum direkten Duell kommen – mit sechs Millionen Dollar als Belohnung.
