Experten kritisieren Alexander Zverev nach Court-Speed-Aussagen

by Faruk Imamovic
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Experten kritisieren Alexander Zverev nach Court-Speed-Aussagen
© TheTennisLetter/X/Fair Use

Alexander Zverev hat mit seinen jüngsten Aussagen über vermeintliche Vorteile für Carlos Alcaraz und Jannik Sinner eine hitzige Debatte ausgelöst. Der Deutsche hatte nach seinem Zweitrundensieg beim Shanghai Masters behauptet, Turnierveranstalter würden bewusst langsamere Beläge bevorzugen, um die beiden jungen Stars zu begünstigen.

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„Ich glaube, die Turnierdirektoren gehen in diese Richtung, weil sie natürlich wollen, dass Jannik und Carlos bei jedem Turnier gut abschneiden – das ist ihre Präferenz“, sagte Zverev. „Heutzutage kann man auf fast jedem Belag gleich spielen. Das gefällt mir nicht. Tennis braucht verschiedene Spielstile und ein bisschen mehr Vielfalt – und das fehlt im Moment.“

Seine Worte griffen ein Thema auf, das Roger Federer zuvor im Podcast Andy Roddick Served angestoßen hatte. Der 20-fache Grand-Slam-Champion hatte erklärt, dass langsamere Plätze „nicht dem schwächeren Spieler helfen“, sondern es Topspielern wie Sinner leichter machen, Matches zu kontrollieren.

Scharfe Reaktionen von Experten

Zverevs Äußerungen sorgten in der Tenniswelt allerdings für Widerspruch. Die ehemalige Weltranglistenerste im Doppel, Rennae Stubbs, warf ihm vor, Ausreden zu suchen. „Macht Zverev Witze? Wenn er glaubt, die Plätze werden angepasst, um Carlos und Jannik zu helfen – hier ist ein Beispiel: Diese Jungs gewinnen auf jedem Belag. Stell sie auf Eis, sie würden trotzdem gewinnen“, sagte sie in ihrem Podcast. „Deine Annäherungsschläge waren falsch, deine Vorhand brach zusammen, als es zählte. Hör auf, Ausreden zu suchen!“

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Auch Starcoach Rick Macci reagierte mit deutlichen Worten. Auf X (vormals Twitter) schrieb er: „Zverev und andere beschweren sich, dass Turniere die Platzgeschwindigkeit anpassen, um Alcaraz und Sinner zu begünstigen. Das ist kleinlich – die beiden sind einfach auf einem anderen Niveau. Du musst auf jedem Platz besser werden, dann spielt die Geschwindigkeit keine Rolle.“

Forderung nach mehr Vielfalt im Tennis

Zverevs Wunsch nach unterschiedlichen Spielstilen und Bedingungen bleibt ein berechtigter Punkt – doch viele sehen seine Kritik als Zeichen von Frust. Nach seiner Drittrundenniederlage gegen Arthur Rinderknech in Shanghai muss sich der Weltranglistendritte nun vor allem mit einer Frage auseinandersetzen: ob das Problem wirklich am Belag liegt – oder an seinem eigenen Spiel.

Alexander Zverev
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