Ben Shelton hatte nur wenig Mühe mit seinem Landsmann Learner Tien und setzte sich mit 6:2, 6:3 durch. Im ersten Satz ließ der US-Amerikaner zunächst vier Breakchancen ungenutzt, schaltete beim Stand von 2:2 jedoch einen Gang hoch und gab bis zum 6:2 kein Spiel mehr ab. Shelton gelang ein Break zu null – und eines sogar ohne Punktverlust.
Im zweiten Durchgang reichte ihm eine frühe 3:0-Führung, um die Partie souverän bis ins Ziel zu bringen.
"It would be disrespectful to say that some of these games were easy. This tournament was not easy at all, nothing was given to me", betonte Shelton auf der Pressekonferenz. Der US-Amerikaner steht damit im Finale des Masters 1000 in Montreal – ein Jahr nach seinem Titelgewinn in Toronto.
Der an Nummer fünf gesetzte Shelton ist der einzige Top-Ten-Spieler, der nach mehreren Runden noch im Turnier vertreten ist. Im Halbfinale bezwang er nun ebenfalls Learner Tien. In Montreal hat der US-Amerikaner noch keinen Satz abgegeben, obwohl er mit Joao Fonseca und Jakub Mensik bereits auf starke Gegner traf.
Shelton zollt Nakashima Respekt
Im Endspiel wartet mit Brandon Nakashima ein weiterer US-Amerikaner. Die bisherigen fünf Duelle konnte Shelton allesamt für sich entscheiden. Dennoch denkt „Big Ben“ nicht daran, seinen Landsmann zu unterschätzen: "He is a great player, his game has improved year by year. His forehand has become a formidable weapon and his serve has always been one of his strengths," erklärte Shelton.
Zudem hob er Nakashimas Rückhand hervor, die zu den besten der Welt gehöre und ihn auf jedem Belag zu einem gefährlichen Gegner mache.
In der Open Era ist es bislang nur Andre Agassi, Andy Murray, Novak Djokovic und Rafael Nadal gelungen, sich beim Canada Open erneut als Champions zu behaupten. Shelton will sich nun in diese äußerst kurze Liste einreihen: "To be here a year later and to have the opportunity to repeat what we did last year is something really special. It would be really great to defend the 1000 title.”
