Ben Shelton erklärt, warum es gut ist, dass Alcaraz und Sinner vor ihm stehen

by Sead Dedovic
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Ben Shelton erklärt, warum es gut ist, dass Alcaraz und Sinner vor ihm stehen
© TheTennisLetter / X / Fair Use

Ben Shelton hat die Canadian Open zum zweiten Mal in Folge gewonnen. Der US-Amerikaner ist überzeugt, dass ihm die Präsenz von Spielern wie Carlos Alcaraz und Jannik Sinner vor ihm dabei hilft, sich weiterzuentwickeln.

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Shelton verteidigte seinen Titel in Montreal mit einem 6:3, 7:6(4)-Sieg gegen Brandon Nakashima im rein amerikanischen Finale erfolgreich. Während des gesamten Turniers gab er keinen Satz ab und wurde zum ersten Spieler seit Rafael Nadal im Jahr 2019, der seinen Titel bei den Canadian Open verteidigen konnte.

Für Shelton war es zudem der zweite Masters-1000-Titel und bereits die siebte Trophäe auf der ATP-Tour. Der Erfolg kam zu einem wichtigen Zeitpunkt: Seine Saison hatte zwar einige große Siege bereitgehalten, zugleich aber auch mehrere enttäuschende Grand-Slam-Ergebnisse.

Nach seinem Triumph wurde Shelton gefragt, ob ihn der Erfolg näher an Alcaraz und Sinner heranbringen könne. Die beiden geben an der Spitze des Herrentennis derzeit den Ton an.

“Yeah. I think it’s a constant process for me. I love having people out in front of me that I can chase,” sagte Shelton.

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“It’s been that way my whole career. I’ve never just been the best. I’ve always been chasing the best. Been a little bit behind, you could say, in my progression, and I think that’s pushed me in every aspect of my tennis game.”

Shelton betonte außerdem, dass er auch die jüngeren Spieler im Blick behalten müsse, die hinter ihm nachrücken.

“So I think that tennis is a game that you gotta keep improving or you get passed up, you get left in the dust.

And so my job with the gifts that I have is to try to maximise, do as much as I can in the sport, become the best version of myself, and that’s where my focus lies.”

Shelton hat sich 2026 auf jedem Belag verbessert

In diesem Jahr gab es zahlreiche Anzeichen dafür, dass Shelton zu einem komplettieren Spieler heranreift.

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Zu Beginn der Saison gewann er den Titel in Dallas und feierte anschließend in München einen der bislang wichtigsten Erfolge seiner Karriere auf Sand. Im Finale bezwang Shelton Flavio Cobolli mit 6:2, 7:5 und wurde damit zum ersten US-Amerikaner seit Andre Agassi im Jahr 2002, der ein ATP-Turnier oberhalb der 250er-Kategorie auf Sand gewinnen konnte.

Der Sieg war deshalb besonders bedeutsam, weil Shelton zuvor vor allem für seinen Aufschlag und seine Ergebnisse auf schnelleren Belägen bekannt gewesen war.

“I have big ambitions for the clay courts,” sagte Shelton nach seinem Erfolg in München. “It is a surface I want to get better on each year. It is slowly becoming one of my favorite surfaces to play on.”

Bei den Grand-Slam-Turnieren spiegelte sich diese Entwicklung allerdings nicht immer wider.

Bei den Australian Open erreichte Shelton das Viertelfinale, nachdem er Casper Ruud nach einem Satzrückstand bezwungen hatte. Dort war Sinner jedoch in drei Sätzen zu stark und gewann mit 6:3, 6:4, 6:4.

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Der Italiener ist für Shelton ein besonders schwieriger Gegner. In den jüngsten Duellen setzte sich regelmäßig Sinner durch – unter anderem bei den Australian Open, in Wimbledon und bei den ATP Finals.

Nach der Niederlage in Melbourne räumte Shelton ein, dass er weiterhin daran arbeite, die verschiedenen Elemente seines Spiels zu einem stimmigen Gesamtpaket zusammenzufügen. Dieses Thema zog sich durch weite Teile seiner Saison.

Bei den French Open folgte ein weiterer Rückschlag: Shelton schied in der zweiten Runde aus. Auf Rasen zeigte er anschließend jedoch eine beeindruckende Reaktion.

Der junge Tennisprofi gewann in Stuttgart seinen ersten Titel auf Rasen, im Finale setzte er sich gegen Taylor Fritz durch. Es war sein dritter Saisonerfolg nach Dallas und München. Damit hatte Shelton 2026 bereits auf Hartplatz, Sand und Rasen Turniere gewonnen.

“It means a lot to me,” sagte Shelton nach seinem Triumph in Stuttgart. Den Sieg gegen einen der besten Rasenspieler der Welt bezeichnete er außerdem als “huge boost.”

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Wimbledon brachte anschließend eine seiner größten Enttäuschungen.

Shelton ging als Nummer vier der Setzliste in das Turnier, verlor aber bereits in der ersten Runde in fünf Sätzen gegen den Qualifikanten Otto Virtanen. Später bezeichnete er die Niederlage als eine der härtesten Pleiten, die er erlebt habe.

Triumph bei den Canadian Open verändert die Ausgangslage vor den US Open

Genau deshalb war seine Leistung in Montreal so wichtig.

Shelton war nach Kanada gereist, nachdem er bei seinen ersten vier Masters-1000-Turnieren des Jahres insgesamt nur ein Match gewonnen hatte. Zudem war er sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon früh ausgeschieden. In Montreal überstand er anschließend sechs Partien, ohne einen Satz abzugeben.

Im Viertelfinale bezwang der 23-Jährige Jakub Mensik mit 6:3, 6:1, im Halbfinale Learner Tien mit 6:2, 6:3. Im Endspiel setzte er sich schließlich gegen Nakashima durch.

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“To play the way that I've played this week, to go through this draw without dropping a set, I think it speaks a lot to the work that I've been putting in, but it speaks a lot to my mental toughness,” sagte Shelton nach dem Finale.

Zugleich räumte er ein, dass das Jahr 2026 nicht immer einfach gewesen sei.

“It hasn't been the best for me, easiest or most straightforward year for me, to put together a performance like this and playing at the top of my game, I have no words.”

Der nächste Schritt besteht nun darin, Alcaraz und Sinner regelmäßiger herauszufordern.

Ben Shelton Alcaraz
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