Ben Shelton verrät sein nächstes Ziel nach dem zweiten Titel bei den Canadian Open

by Sead Dedovic
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Ben Shelton verrät sein nächstes Ziel nach dem zweiten Titel bei den Canadian Open
© tntsports / X / Fair Use

Ben Shelton war in Montreal auf ein starkes Ergebnis angewiesen, nachdem er bei den größten Turnieren zuletzt enttäuscht hatte. Der US-Amerikaner antwortete mit vermutlich seiner besten Turnierwoche in dieser Saison.

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Der 23-Jährige verteidigte seinen Titel bei den Canadian Open, ohne in sechs Matches einen Satz abzugeben. Shelton startete mit einem 6:3, 7:5 gegen Jenson Brooksby und setzte sich anschließend mit 6:3, 6:2 gegen Zizou Bergs durch. Es folgte ein weiterer Zweisatzsieg gegen Joao Fonseca, ehe er im Viertelfinale mit einem seiner besten Auftritte im Turnier Jakub Mensik 6:3, 6:1 bezwang.

Im Halbfinale schlug die Nummer sechs der Welt Learner Tien mit 6:2, 6:3 und traf im rein amerikanischen Endspiel auf Brandon Nakashima. Shelton krönte seine beeindruckende Woche mit einem 6:3, 7:6(4)-Erfolg, dem zweiten Masters-1000-Titel und der siebten Trophäe auf der ATP Tour. Zudem war er der erste Spieler seit Novak Djokovic 2016, der das Turnier in Kanada ohne Satzverlust gewann.

Für Shelton war der Triumph auch eine wichtige Antwort auf sein frühes Aus bei den French Open und in Wimbledon sowie auf seine schwierige Bilanz bei den Masters-1000-Turnieren in diesem Jahr. Bei seinen ersten vier Masters-Events 2026 hatte der US-Amerikaner lediglich einen Sieg gefeiert, ehe er in Kanada wieder zu seiner Bestform fand.

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Shelton hat Cincinnati bereits im Blick

Viel Zeit zum Feiern blieb dem US-Amerikaner nach seinem jüngsten Titel allerdings nicht.

Auf der Pressekonferenz wurde Shelton gefragt, welches Ziel er als Nächstes anvisiere. Seine Antwort fiel denkbar einfach aus.

“Cincinnati. I play in three days,” Shelton said.

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“So gonna get there tomorrow and get back to work, and yeah. Hopefully I get a Sunday start, not a Saturday start. And yeah, let’s see what we can do there.”

Der 23-Jährige hat allen Grund, seine Aufmerksamkeit schnell auf das nächste Turnier zu richten. In den vergangenen beiden Jahren erreichte er jeweils das Viertelfinale in Cincinnati, scheiterte dort jedoch beide Male an Alexander Zverev.

Sein Erfolg in Kanada brachte Shelton zudem in eine Reihe mit einigen der größten Namen der Tennisgeschichte. Durch die Titelverteidigung schloss er sich einer kleinen Gruppe von Spielern an, die in aufeinanderfolgenden Jahren die Canadian Open gewonnen haben. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Andy Murray, Novak Djokovic und Rafael Nadal.

Shelton ging allerdings vorsichtig damit um, was es für ihn bedeute, neben diesen Spielern genannt zu werden.

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“It’s an elite group to be a part of,” he said.

“Even if it’s just one category, you know. Those are guys that have won absolutely everything that there is to win in tennis.

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“Obviously I’m nowhere near that, and I would never say or claim to be among those guys.

“I’ve got a lot of work to do in terms of my game. So that’s what I continue to focus on: the ways that I can improve, the way that I can increase my level, get closer to the guys who are at the top of the game.”

Ben betonte, dass sein Fokus viel stärker auf den nächsten Aufgaben liege als auf Vergleichen mit den Legenden des Sports.

“I’m not as much thinking about the legends of the sport. I’m more thinking in the present and the future, where I’m going and what I’m doing right now.

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But, you know, obviously those are the tennis legends and icons. So, like I said, to be among them in anything is an honour, for sure.”

Shelton räumte zudem ein, dass seine Ergebnisse bei den größten Turnieren vor Montreal nicht gut genug gewesen seien. Der Linkshänder betonte jedoch, dass manchmal schon ein gutes Match das Selbstvertrauen und die Richtung eines Spielers vollständig verändern könne.

“It hasn’t been the best stretch for me at the big tournaments. And for me, I know that just one match can kind of change everything.”

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Großes Lob für Shelton vor den US Open

Nakashima zeigte sich beeindruckt von dem, was sein Landsmann in Montreal geleistet hatte. Nach seiner Niederlage im Finale betonte der 25-Jährige, wie schwierig es sei, einen so bedeutenden Titel zu verteidigen.

“Big congratulations to Ben,” Nakashima said. “Great level this whole week. I think a lot of people don’t realize how hard it is to go back-to-back, especially in a different city, so it’s simply incredible.”

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Der Finalist hob außerdem hervor, dass sich Shelton zu einem deutlich komplett eren Spieler entwickelt habe. Nakashima lobte dessen Athletik, Aufschlag und Vorhand, bemerkte aber vor allem die größere Variabilität in seinem Spiel.

“He’s overall a pretty complete player, especially at that young age,” Nakashima said, adding that he believes Shelton could eventually reach the very top of the sport.

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Auch Sportsnet-Analyst Eric Engels hob die Entwicklung im Spiel des US-Amerikaners hervor. Shelton habe sich in Montreal nicht ausschließlich auf seine Power verlassen, sondern unterschiedliche Aufschlaggeschwindigkeiten, Stopps und geduldigere Ballwechsel eingesetzt. Diese Variabilität sei einer der deutlichsten Unterschiede zu den früheren Phasen seiner Karriere gewesen.

Die offizielle Website der Australian Open bezeichnete Sheltons Titel in Kanada ebenfalls als Warnsignal mit Blick auf die US Open. Dort hatte der US-Amerikaner im Verlauf seiner Karriere bereits das Halbfinale erreicht.

Ben Shelton
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