Karen Chatschanow zeigt keinerlei Mitgefühl für Nick Kyrgios. Der Australier war positiv auf Kokain getestet worden und steht seither massiv in der Kritik. Chatschanow erklärte dazu: „You reap what you sow“ – jeder ernte, was er säe.
Vor zwei Wochen teilte der Wimbledon-Finalist von 2022 seinen Fans mit, dass er bei einer Dopingkontrolle positiv auf Kokain getestet worden war.
In einer auf Instagram veröffentlichten Nachricht bezeichnete Kyrgios den Vorfall als „a huge mistake“ und erklärte, er sei „deeply disappointed in myself“. Der 31-Jährige betonte zudem, dass die Öffentlichkeit die Nachricht zuerst von ihm erfahren sollte. Gleichzeitig sprach er darüber, wie schwer es ihm falle, mit dem nahenden Ende seiner Karriere umzugehen.
Kurz darauf veröffentlichte die ITIA eine offizielle Mitteilung. Demnach war eine der von Kyrgios während des Turniers auf Mallorca im Juni abgegebenen Proben positiv auf Kokain. Gegen die ehemalige Nummer 13 der Weltrangliste wurde umgehend eine vorläufige Sperre verhängt.
Chatschanow über Kyrgios: „You reap what you sow“ – nun holt es ihn ein
In einem russischen Podcast fand Chatschanow deutliche Worte, als er nach seiner Meinung zum positiven Dopingtest von Kyrgios und der anschließenden Kritik und öffentlichen Beobachtung gefragt wurde.
„He always loved to say stuff about people even when he wasn’t winning - constantly those tweets or whatever. And now it’s come back to haunt him - what is there to say?" sagte Chatschanow im Podcast „First&Red“.
„In the end, you reap what you sow... To be honest, it’s not just that I’m not surprised. But to some extent, I can’t feel too much pity either. What he got caught for was ultimately his choice, and in the end, look what happened.”
Chatschanow: Kyrgios kritisierte Jannik Sinner – nun ist es auf ihn zurückgefallen
Der Wimbledon-Finalist von 2022 hatte zuvor zu den schärfsten Kritikern von Jannik Sinner gehört, nachdem der Italiener zwei Dopingtests nicht bestanden hatte. Auch Iga Swiatek und Simona Halep hatte der Australier nach positiven Tests auf eine verbotene Substanz öffentlich kritisiert.
In allen drei Fällen wurde festgestellt, dass die Spielerin beziehungsweise der Spieler die verbotene Substanz weder wissentlich noch absichtlich eingenommen hatte.
Mit Blick auf den Fall Kyrgios erinnerte Chatschanow zudem daran, wie der Australier in vergleichbaren Situationen reagiert hatte.
„Last year he was tweeting about Sinner or someone else that he doesn’t play doubles with people who dope. It backfired on him," ergänzte der russische Tennisstar.
Vor genau vier Jahren setzte sich Chatschanow im Viertelfinale der US Open in fünf Sätzen gegen Kyrgios durch und erreichte damit erstmals in seiner Karriere das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.
