Yannick Hanfmann unterliegt Tabilo und wartet weiter auf den ersten US-Open-Sieg

by Faruk Imamovic
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Yannick Hanfmann unterliegt Tabilo und wartet weiter auf den ersten US-Open-Sieg
© mapiregaladom/X/Fair Use

Yannick Hanfmann muss weiter auf seinen ersten Sieg im Hauptfeld der US Open warten. Der 34-Jährige verlor gegen den gesetzten Chilenen Alejandro Tabilo mit 3:6, 2:6, 7:6 (9:7) und 3:6. Auch im vierten Anlauf endete sein Turnier damit in der ersten Runde.

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Die Niederlage verlängerte eine zweite belastende Serie. Hanfmann hat nun alle 15 Begegnungen gegen Top-50-Spieler auf Grand-Slam-Ebene verloren. Als Nummer 54 der Welt befindet er sich selbst in unmittelbarer Nähe dieser Gruppe, konnte den Abstand bei den vier wichtigsten Turnieren aber erneut nicht schließen.

Ein gewonnener Tiebreak änderte die Kräfteverhältnisse nicht

Tabilo, aktuell auf Rang 28 geführt, kontrollierte die ersten beiden Sätze deutlich. Hanfmann fand gegen den Chilenen nur phasenweise Mittel, obwohl auch er auf dem stimmungsvollen Court 6 lautstarke Unterstützung erhielt.

Im dritten Satz wehrte sich der Karlsruher erfolgreich. Der Tiebreak ging bis 9:7 und verlängerte das Match, nachdem die ersten beiden Durchgänge wenig Hoffnung auf eine Wende geboten hatten. Entscheidend war jedoch, dass Hanfmann dieses Momentum nicht in den vierten Satz übertragen konnte. Tabilo stabilisierte sein Spiel und beendete die Partie mit einem weiteren 6:3.

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Der Kampf im dritten Durchgang spricht für Hanfmanns Bereitschaft, eine ungünstige Lage nicht vorschnell aufzugeben. Die Gesamtstruktur des Matches zeigt zugleich, warum ein einzelner enger Satz gegen einen gesetzten Gegner nicht genügt. Auf Grand-Slam-Niveau müssen Aufschlag, Return und Fehlerkontrolle über längere Phasen gleichzeitig funktionieren.

Die Top-50-Bilanz wird zur mentalen Zusatzlast

Eine Serie von 15 Niederlagen kann in kritischen Momenten selbst zum Faktor werden. Sie verändert die Wahrnehmung enger Spielstände, besonders wenn eine frühe Chance ungenutzt bleibt. Hanfmanns Weltranglistenposition belegt, dass er grundsätzlich konkurrenzfähig ist. Bei Majors fehlt ihm gegen besser platzierte Gegner dennoch der bestätigende Erfolg.

Das Problem lässt sich nicht allein durch größere Risikobereitschaft lösen. Tabilos Start zeigte, wie schnell ein höheres Fehlerrisiko zu zwei verlorenen Sätzen führen kann. Hanfmann braucht vielmehr eine belastbare Balance, die ihm frühe Präsenz ermöglicht und zugleich genug Energie für mögliche lange Matches lässt.

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Für die deutschen Männer geht das Turnier mit Jan-Lennard Struff, Daniel Altmaier und Alexander Zverev weiter. Zverev trifft als Topgesetzter auf Lorenzo Sonego und trägt die größten Erwartungen.

Hanfmann bleibt nach New York die Aufgabe, aus der Statistik konkrete Ansatzpunkte zu gewinnen. Die Zahl 0:15 beschreibt das Ergebnis, erklärt aber nicht jede Niederlage. Fortschritt entsteht erst, wenn sein Team wiederkehrende Muster erkennt und daraus Lösungen für die nächsten Grand-Slam-Chancen ableitet.

Mit 34 Jahren sind Hanfmanns Major-Chancen begrenzt. Ein stabilerer Beginn könnte jedoch enge Situationen schaffen, in denen ein erster Sieg die belastende Serie beendet.

Yannick Hanfmann
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