Alexandra Eala und Iva Jovic stehen vor einem der interessantesten Drittrunden-Duelle bei den diesjährigen US Open. Schon vor ihrem Auftritt im Arthur Ashe Stadium gehen die Einschätzungen auseinander.
Beide jungen Spielerinnen haben sich 2026 stark weiterentwickelt. Jovic steht derzeit auf Platz 14 der Weltrangliste, Eala belegt Rang 18 – zumindest auf dem Papier liegen sie damit eng beieinander.
Auch der Weg in die dritte Runde verlief für beide ohne Entscheidungssatz. Eala setzte sich mit 6:1, 6:4 gegen Oleksandra Oliynykova durch, während die 18-jährige US-Amerikanerin Francesca Jones mit 6:4, 6:4 bezwang.
Zwischen den beiden gibt es zudem bereits eine Vorgeschichte. Jovic führt den direkten Vergleich mit 2:0, nachdem sie Eala in dieser Saison bereits bei den French Open und im Queen’s Club geschlagen hat. Am Samstag kommt es jedoch zum ersten offiziellen Duell auf Hartplatz.
Tomljanovic und Gilbert tippen auf Jovic
Ajla Tomljanovic und Brad Gilbert diskutierten das Match im Tennis Channel. Beide klangen allerdings nicht völlig überzeugt davon, wer am Ende als Siegerin vom Platz gehen wird.
Tomljanovic, die in dieser Saison selbst gegen Jovic gespielt hat, erwartet ein äußerst enges Duell. Auf die Frage nach ihrer Prognose entschied sich die Australierin dennoch für die Lokalmatadorin.
“I’m actually so excited. To me, this is, for now, gonna be the match of the tournament coming up tomorrow.
I would probably, in this matchup, take Jovic, and nothing to do with the head-to-head. It’s just a gut feeling. But I think it’s gonna be much closer than any other match they’ve had this year.”
Gilbert, der frühere Trainer von Coco Gauff und Andy Roddick, sprach anschließend über die Unterschiede im Spiel der beiden Kontrahentinnen.
“So Eala, her whole game, is about taking time away. She doesn’t have the biggest serve, doesn’t hit the ball big, but she really takes your time away by getting inside the court, and watch how many practice cuts she takes. Every single point, practice forehand cut, practice a backhand cut. She raises the legs, hits the fist on there. She has a lot of quirks.
But Iva Jovic’s game, surprisingly, she doesn’t feel that comfortable on defence. She likes to take offence.”
Tomljanovic stimmte diesem Teil nicht vollständig zu. Ihrer Einschätzung nach kann Jovic durchaus gut verteidigen und ihre Position auf dem Platz verändern.
“You know what, you say that, BG, but I played Iva in March, and I didn’t feel that so much. Like, I think she, if you look at her court positioning, I felt like, you know, she has the capability to drop back behind the baseline quite a bit, and then she’s straight back on it.
So I think we sometimes miss how good her movement is, but I do think she has the capability to play decent defence.”
Am Ende schloss sich Gilbert dennoch Tomljanovics Tipp auf Jovic an.
“To me, all sides tell me, with the fan base, everybody wants to see Eala winning. I am going with the American success. I’m going Iva Jovic, four and six.”
Eala und Jovic kennen sich bestens
Dieses Duell ist auch deshalb besonders, weil Eala und Jovic abseits des Platzes eng befreundet sind. Ihre Freundschaft reicht mehrere Jahre zurück. Die offizielle Website der US Open bezeichnete ihre Beziehung vor dem Drittrundenmatch sogar als “sisterhood”.
Nach ihrem Sieg gegen Jones erklärte Jovic, wie sehr sie sich auf die nächste Begegnung mit Eala freue – diesmal bei einem Grand-Slam-Turnier und auf dem größten Court New Yorks.
“Yeah, I’m super excited. The atmosphere is gonna be amazing, and she’s been playing some great tennis.
So it’s nice to be playing each other third round, deeper into the Slam, so hopefully we can all keep going on runs like this.”
Die US-Amerikanerin weiß bereits, wie sie ihre Freundin bezwingen kann. In der ersten Runde von Roland Garros gewann sie mit 6:4, 6:2. Im Juni folgte im Queen’s Club ein noch deutlicherer 6:2, 6:2-Erfolg.
Eala hat sich seit diesen Begegnungen jedoch weiter verbessert und kommt mit deutlich mehr Erfahrung von großen Turnieren nach New York. Sie weiß daher genau, welche Herausforderung Jovic darstellen kann.
“She’s an amazing player, young, very talented and very intelligent of course. She’s a high-ranked player and very very accomplished, and I’ve encountered my fair share of challenges against her this year.”
Die 21-jährige Filipina darf sich im Arthur Ashe Stadium außerdem auf eine sehr lautstarke Unterstützung von den Rängen einstellen – auch wenn mit Jovic die US-Amerikanerin auf der anderen Seite des Netzes steht.
Ob Eala in diesem Match erneut auf diese Unterstützung zählen kann? Oder findet Iva Jovic die Schwachstellen ihrer jungen Gegnerin und bringt sie bereits in dieser Runde in Bedrängnis?
Beide Spielerinnen kennen sich bestens und wissen daher auch genau um die Stärken und Schwächen der jeweils anderen. Am Ende kann jedoch nur eine von ihnen ins Achtelfinale einziehen.
