Gauff und Pegula setzen Influencern bei den US Open Grenzen

by Faruk Imamovic
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Gauff und Pegula setzen Influencern bei den US Open Grenzen
© usta/X/Fair Use

Coco Gauff und Jessica Pegula begrüßen neue Zielgruppen bei den US Open, verlangen von eingeladenen Influencern jedoch mehr Rücksicht auf die Spielerinnen und Spieler. Der Streit entzündet sich nicht an Social-Media-Inhalten an sich, sondern an Aufnahmen während laufender Matches, hellen Selfie-Lichtern und Bewegungen, die Profis bei ihrer Arbeit stören.

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Sichtbarkeit mit klaren Grenzen

Pegula äußerte sich nach ihrem Drittrundensieg gegen Leylah Fernandez. „Ich kann es schätzen, wenn Influencer kommen und das Erlebnis US Open zeigen“, sagte die Amerikanerin. „Schwierig wird es aber, wenn man Videos sieht, in denen sie Fotos machen und Selfie-Lichter benutzen. Dort unten versuchen Menschen, Leistung zu bringen. Es ist ihre Karriere und ihr Beruf. Das wirkt ein wenig respektlos.“

Gauff vertritt eine ähnliche Linie. Sie sieht einen Wert darin, über digitale Reichweite ein neues Publikum für Tennis zu gewinnen. Ihr Vergleich macht die erwartete Anpassung deutlich: „Wenn du zu einem roten Teppich eingeladen wirst, würdest du auch nicht in Jeans erscheinen. Man sollte einfach die Etikette des Sports beachten.“

Schiedsrichter müssen eingreifen

Mehrere Begegnungen wurden bereits durch Content-Produktion beeinträchtigt. Schiedsrichter mussten Zuschauer auffordern, Aufnahmen zu unterbrechen oder sich ruhiger zu verhalten. Naomi Osaka hatte zuvor nach ihrem Match erklärt, Besucher eines Sportereignisses sollten sich über die Regeln und Umgangsformen informieren.

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Die Kritik richtet sich damit auch an die Veranstalter. Wer neue Gäste gezielt einlädt, muss ihnen klare Vorgaben geben, bevor Kameralichter oder Bewegungen einen Ballwechsel beeinflussen. Eine nachträgliche Ermahnung schützt zwar den aktuellen Punkt, verhindert aber nicht, dass die Konzentration bereits verloren gegangen ist.

Andere Profis sehen vor allem die Chance

Frances Tiafoe bewertet das bunte Publikum positiver. Für ihn gehört gerade die laute, vielfältige Atmosphäre zum Charakter der US Open. Daniil Medvedev argumentiert ähnlich und hält zusätzliche Aufmerksamkeit grundsätzlich für gut, selbst wenn wachsende Bekanntheit Nachteile im Alltag bringt.

Beide Positionen lassen sich verbinden. Influencer können jüngere Menschen erreichen, ohne sich während der Punkte in den Vordergrund zu stellen. Die Lösung liegt daher weniger in Ausschlüssen als in verbindlichen Regeln: keine Selfie-Lichter im Spiel, keine störenden Bewegungen und eine kurze Einführung in die Tennisetikette. Gauff und Pegula lehnen die neuen Gäste nicht ab. Sie erinnern daran, dass Reichweite nur dann einen Gewinn darstellt, wenn der Sport im Mittelpunkt bleibt.

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