Finalwochenende der US Open bringt drastischen Preisverfall

by Faruk Imamovic
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Finalwochenende der US Open bringt drastischen Preisverfall
© Zwxsh/X/Fair Use

Die Preise auf dem Wiederverkaufsmarkt für die US Open sind vor dem Finalwochenende stark gefallen. Noch Ende Juli wurden Karten für das Männerfinale für 20.921,07 Dollar pro Stück angeboten, während Angebote für das Frauenfinale 5.885,38 Dollar erreichten. Solche Summen blieben zu Turnierbeginn sichtbar, als Namen wie Novak Djokovic, Carlos Alcaraz, Alex Eala und Serena Williams die Nachfrage antrieben.

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Nach dem Ausscheiden mehrerer Publikumsmagnete sieht der Markt völlig anders aus. Tickets für das Halbfinale zwischen Alexander Zverev und Karen Khachanov waren bereits ab 35 Dollar erhältlich. Die Plattform bezifferte den Wertverlust dieser Karten auf 89 Prozent.

Auch attraktive Paarungen finden ein Preislimit

Für das Frauenfinale zwischen Aryna Sabalenka und Elena Rybakina wurden zahlreiche Plätze für weniger als 300 Dollar angeboten. Das Fehlen einer US-Spielerin dürfte einen Teil des Rückgangs erklären. Gleichzeitig lagen auch viele Angebote für das rein amerikanische Männerhalbfinale zwischen Frances Tiafoe und Ben Shelton bei höchstens 300 Dollar.

Damit zeigt sich, dass Nationalität allein keine hohen Wiederverkaufspreise garantiert. Zeitpunkt, Sitzplatz, kurzfristige Verfügbarkeit und die Erwartungen an bestimmte Stars beeinflussen die Nachfrage ebenso. Ein Preis auf einer Plattform ist zudem zunächst nur eine Forderung des Verkäufers. Erst ein tatsächlicher Abschluss zeigt, welchen Betrag ein Käufer akzeptiert.

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Das Gesamtgeschäft bleibt außergewöhnlich stark

Der Preisverfall am letzten Wochenende bedeutet nicht automatisch, dass das Turnier wirtschaftlich schwach war. Die USTA erzielte 2024 Einnahmen von 623,8 Millionen Dollar. Davon entfielen 559,6 Millionen oder 90 Prozent auf die US Open. Bei Veranstaltungskosten von 282,2 Millionen Dollar ergab sich rechnerisch ein operativer Überschuss von rund 277,4 Millionen Dollar.

Diese Basis ermöglichte es den Organisatoren, das Preisgeld in diesem Jahr auf den Rekordwert von 108 Millionen Dollar zu erhöhen. Die Siegerin und der Sieger im Einzel erhalten jeweils 5,5 Millionen Dollar. Nach drei Wochen in Flushing Meadows werden weiterhin höhere Einnahmen und Gewinne als im Vorjahr erwartet.

Die gegensätzlichen Zahlen lassen sich miteinander vereinbaren. Ein Turnier kann früh enorme Nachfrage erzeugen, Premiumangebote verkaufen und dennoch kurz vor einzelnen Sessions einen schwachen Sekundärmarkt erleben. Für flexible Zuschauer eröffnet der späte Einbruch überraschend günstige Chancen. Für Händler, die auf stetig steigende Preise gesetzt haben, zeigt er dagegen das Risiko eines Marktes, dessen Wert stark an einzelne Namen und Paarungen gebunden ist.

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Der Endspurt der US Open ist sportlich hochwertig, doch der Wiederverkaufsmarkt bewertet nicht nur Qualität. Er bewertet Erwartung, Bekanntheit und Knappheit – und diese Mischung hat sich innerhalb weniger Tage grundlegend verändert.

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