Wien empfängt die Nummer eins und zwei der Tenniswelt

by Faruk Imamovic
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Wien empfängt die Nummer eins und zwei der Tenniswelt
© SK__Tennis/X/Fair Use

Jannik Sinner und Alexander Zverev werden bei den Erste Bank Open 2026 in der Wiener Stadthalle antreten. Das ATP-500-Turnier vom 24. Oktober bis 1. November erhält damit die Nummer eins und die Nummer zwei der Weltrangliste. Insgesamt stehen bereits fünf Top-8-Spieler und zehn Profis aus den Top 20 auf der Meldeliste, obwohl der offizielle Nennschluss erst am 30. September endet.

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Sinner jagt den dritten Wiener Titel

Sinner gewann das Turnier bei seinen letzten beiden Starts 2023 und 2025. Im Vorjahresfinale bezwang er Zverev nach drei hochklassigen Sätzen und kann nun den Titelhattrick anstreben. Seine Beziehung zum Turnier reicht weiter zurück: 2019, damals noch Nummer 119 der Welt, und 2020 erhielt er Wildcards von Turnierdirektor Herwig Straka.

„Wien ist ein sehr spezielles Turnier für mich, und mir gefällt auch die Stadt. Man hat hier immer gut auf mich geschaut. Wenn ich in dieser Woche ein Turnier spiele, dann ist es in Wien“, sagte Sinner nach seinem Triumph 2025. Die Rückkehr unterstreicht, dass frühe Unterstützung für ein Talent später zur langfristigen Bindung eines Weltstars werden kann.

Zverev kommt als zweifacher Major-Sieger

Zverev reist als French-Open- und US-Open-Champion an. Zuletzt trafen beide im Wimbledon-Finale aufeinander, das Sinner in vier Sätzen gewann. Ein erneutes Endspiel in Wien wäre damit nicht nur die Wiederholung des Vorjahres, sondern ein Duell der prägenden Spieler dieser Saison.

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Daniil Medvedev, Flavio Cobolli und Frances Tiafoe ergänzen die Top 8. Learner Tien gibt seine Österreich-Premiere. Jakub Menšík, Brandon Nakashima, Tommy Paul und Lorenzo Musetti sorgen gemeinsam mit Karen Khachanov dafür, dass die Dichte weit über zwei große Namen hinausgeht.

Das Feld stärkt den gesamten österreichischen Herbst

Straka verbindet die Bekanntgabe mit dem Davis-Cup-Duell zwischen Österreich und Belgien. Starke Leistungen der heimischen Spieler könnten als Empfehlung für eine Wiener Wildcard dienen. „Mit der Bekanntgabe des Antretens von Jannik Sinner bei den Erste Bank Open starten wir in einen spannenden Tennis-Herbst in Wien“, sagte der Turnierdirektor.

Für die Veranstaltung ist das Feld sportlich und strategisch wertvoll. Sinner und Zverev sichern internationale Aufmerksamkeit, während die Tiefe bereits in frühen Runden hochwertige Begegnungen verspricht. Das erhöht auch den Wert jeder einzelnen Session für das heimische Publikum. Selbst die Auslosung erhält bei dieser Dichte ungewöhnlich große Bedeutung. Wien bietet damit nicht nur ein mögliches Finale der Besten, sondern eine Woche, in der fast jeder Turniertag Ranglistenrelevanz besitzt.

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