Juan Carlos Ferrero plant nach einer Auszeit die Rückkehr auf die ATP-Tour. Der frühere Weltranglistenerste und langjährige Coach von Carlos Alcaraz will 2027 wieder einen Spieler betreuen, hält dessen Namen jedoch noch geheim.
„Ich werde wohl auf die Tennistour zurückkehren, aber ich kann noch nicht sagen, mit wem“, erklärte Ferrero. Diese knappe Ankündigung hat sofort Spekulationen ausgelöst, weil mehrere prominente Profis für einen Trainerwechsel oder eine Ergänzung ihres Teams infrage kommen.
Sieben Jahre mit Alcaraz prägen den Marktwert
Ferrero begleitete Alcaraz vom Teenager bis an die Spitze der Weltrangliste. In sieben gemeinsamen Jahren gewann der Spanier sechs Grand-Slam-Titel. Der letzte große gemeinsame Erfolg war der Triumph bei den US Open 2025, ehe die Zusammenarbeit im Dezember überraschend endete.
Die genauen Gründe für die Trennung sind bis heute nicht bekannt. Alcaraz erklärte damals, beide hätten gemeinsam den Gipfel erreicht und ihre sportlichen Wege sollten sich an diesem Punkt trennen. Ferrero zog sich anschließend bewusst aus dem Tourbetrieb zurück.
Seine Bilanz macht ihn nun zu einem der attraktivsten verfügbaren Coaches. Er kennt den Aufbau eines jungen Spitzenspielers ebenso wie den Umgang mit Erwartungen, Terminplanung und taktischer Entwicklung auf Grand-Slam-Niveau.
Mehrere Kandidaten sind denkbar
Rafael Jodar wird als mögliche Option genannt. Der 19-Jährige ist bis auf Rang 14 geklettert und wird derzeit von seinem Vater trainiert. Ein erfahrener Coach könnte seinen schnellen Aufstieg strukturieren, ohne zwangsläufig das bestehende Team vollständig zu ersetzen.
Auch Alex de Minaur, Daniil Medvedev und Felix Auger-Aliassime bieten Ansatzpunkte für Spekulationen. Medvedev arbeitet seit August probeweise mit Andrey Golubev, Auger-Aliassime hat nach dem Ende der fast zehnjährigen Zusammenarbeit mit Frederic Fontang noch keinen langfristigen Nachfolger präsentiert.
Jannik Sinner verfügt mit Simone Vagnozzi und Darren Cahill über ein etabliertes Team. Gerade deshalb wäre eine Veränderung dort besonders überraschend. Ferreros neuer Auftrag könnte ebenso außerhalb der absoluten Weltspitze oder sogar auf der WTA-Tour liegen.
Keine Rückkehr zu Alcaraz
Ein erneutes gemeinsames Projekt mit Alcaraz gilt als ausgeschlossen. Der siebenfache Major-Sieger arbeitet 2026 hauptsächlich mit Samuel Lopez und vollendete bei den Australian Open den Karriere-Grand-Slam.
Ferreros Schweigen ist strategisch sinnvoll. Der unbekannte Name hält die Aufmerksamkeit hoch und schützt mögliche Verhandlungen. Entscheidend ist weniger, welcher Star am besten für Schlagzeilen taugt. Ferreros größte Stärke lag in einer langfristigen Entwicklung. Sein nächster Spieler muss deshalb bereit sein, Verantwortung, Geduld und klare Führung zu akzeptieren. Erst dann kann aus der prominenten Rückkehr mehr als ein spektakulärer Trainertransfer werden.
