Auger-Aliassime verhindert französisches Davis-Cup-Comeback

by Faruk Imamovic
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Auger-Aliassime verhindert französisches Davis-Cup-Comeback
© josemorgado/X/Fair Use

Felix Auger-Aliassime hat Kanada mit einem 4:6, 7:6 (5), 6:4 gegen Arthur Rinderknech in die Davis-Cup-Finalrunde geführt. Der 26-Jährige verlor den ersten Satz, stand im Tiebreak des zweiten Durchgangs unter Druck und entschied das Spitzeneinzel nach zwei Stunden und 21 Minuten. Kanada vermied damit ein fünftes Match gegen Frankreich und buchte vorzeitig das Ticket für Bologna.

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Frankreich erzwingt neuen Druck

Kanada war mit einer 2:0-Führung in den zweiten Tag gegangen. Auger-Aliassime und Liam Draxl hatten ihre Einzel am Vortag gewonnen und eine komfortable Grundlage geschaffen. Im Doppel verkürzten Benjamin Bonzi und der frühere Weltranglistenerste Pierre-Hugues Herbert jedoch mit 7:6 (4), 6:3 gegen Auger-Aliassime und Duncan Chan.

Rinderknech übertrug dieses Momentum in das Spitzeneinzel. Der Franzose ließ im ersten Satz keine Breakchance zu und profitierte am Ende von einem fehlerhaften Aufschlagspiel seines Gegners. Ein Vorhandfehler ins Netz brachte das entscheidende Break, anschließend servierte Rinderknech den Durchgang aus.

Im zweiten Satz erspielte sich Auger-Aliassime die einzigen beiden Breakchancen, konnte sie aber nicht nutzen. Im Tiebreak geriet er mit 2:4 in Rückstand. Seine Vorhand wurde danach verlässlicher, und er drehte die Kurzentscheidung zum Satzausgleich.

Ein spätes Break entscheidet das Duell

Der dritte Satz blieb bis zum 4:4 ausgeglichen. Erst dann verlor Rinderknech die Stabilität bei eigenem Aufschlag. Auger-Aliassime nutzte die Gelegenheit zum entscheidenden Break und servierte das Match anschließend beim ersten Matchball aus.

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Der Sieg war auch eine Reaktion auf die zusätzliche Belastung. Auger-Aliassime hatte an beiden Tagen gespielt und wenige Stunden zuvor noch das Doppel verloren. Statt den Rückschlag mitzunehmen, hielt er die Ballwechsel im Einzel lange genug offen, bis seine stärkere Vorhand wieder Wirkung zeigte.

Kanada gewinnt durch Breite und Widerstandskraft

Der Einzug nach Bologna beruhte nicht allein auf dem Spitzenspieler. Draxl lieferte am ersten Tag einen wichtigen Punkt, während Chan im Doppel Verantwortung übernahm. Auger-Aliassime musste anschließend dennoch die Rolle erfüllen, die einer Nummer eins zufällt: eine kippende Begegnung stoppen.

Kanada gewann den Davis Cup 2022 und besitzt damit Erfahrung mit dem Finalformat. Der Erfolg gegen Frankreich zeigt, dass das Team auch dann Lösungen findet, wenn ein sicher geglaubter Vorsprung schrumpft. In Bologna wird die Doppelaufstellung stärker unter Beobachtung stehen. Der entscheidende Trumpf bleibt jedoch Auger-Aliassimes Fähigkeit, nach einem verlorenen Satz und einem misslungenen Doppel noch einmal ein Match zu übernehmen.

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