Wie Alexander Zverev Jannik Sinner vom Thron stoßen kann

by Federico Coppini
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Wie Alexander Zverev Jannik Sinner vom Thron stoßen kann
© Instagram

Alexander Zverev setzt Jannik Sinner im Kampf um die Spitze der ATP-Weltrangliste massiv unter Druck. Dank seines zweiten Grand-Slam-Titels in dieser Saison und Sinners längerer Verletzungspause hat der Deutsche inzwischen eine realistische rechnerische Chance, das Jahr 2026 als Nummer eins der Welt abzuschließen.

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Sinners Aufwärtstrend fand nach Wimbledon ein abruptes Ende. Wegen einer Entzündung im rechten Knie musste der 25-Jährige die gesamte nordamerikanische Hartplatzsaison auslassen und verpasste damit die Turniere in Montreal, Cincinnati und die US Open.

Mit 7.950 Punkten im ATP Race konnte er nur aus der Ferne verfolgen, wie der Deutsche die Gunst der Stunde nutzte.

Mit seinem Titelgewinn in New York kletterte der US-Open-Sieger auf 8.650 Punkte und baute damit in der Jahreswertung einen Vorsprung von 700 Punkten auf den Italiener auf.

Die Rechnung hinter der Rangliste

In der regulären ATP-Weltrangliste über 52 Wochen verfügt Sinner zwar noch über einen komfortablen Vorsprung von 1.810 Punkten. Dieser Abstand ist jedoch trügerisch: Der Italiener muss eine enorme Punktzahl aus seinem starken Saisonendspurt 2025 verteidigen.

Da die reguläre Weltrangliste nach dem ATP-Finale in Turin letztlich die Jahreswertung des ATP Race widerspiegeln wird, ist die Rechnung simpel: Sinner muss in den kommenden zwei Monaten mehr als 700 Punkte mehr als Zverev sammeln, um seine Position an der Spitze zu behaupten.

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Der Kampf wird nun auf Sinners Lieblingsbelag ausgetragen. Zunächst steht die Asien-Tour auf dem Programm, anschließend folgt die entscheidende europäische Hallen-Hartplatzsaison.

Im vergangenen Jahr war der Italiener auf der Zielgeraden der Saison nahezu unantastbar.

Er blieb im Herbstkalender in Österreich, Frankreich und Italien ungeschlagen und bezwang Zverev dabei sowohl in Wien als auch in Paris. Nun steht Sinner unmittelbar vor der Aufgabe, seinen Titel in Peking zu verteidigen und sein Abschneiden in Shanghai zu verbessern, wo er in der Runde der letzten 32 ausgeschieden war.

Zverev hat in Asien unterdessen traditionell eher durchwachsene Ergebnisse erzielt. Angesichts seiner herausragenden Form im Jahr 2026 darf der Deutsche jedoch keinesfalls abgeschrieben werden. Sinner bleibt mit Blick auf die anstehende Hallensaison auf dem Papier der leichte Favorit – doch das Rennen um Platz eins zum Jahresende ist offiziell völlig offen.

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Im direkten Vergleich führt der Italiener mit 11 Siegen aus 15 Duellen. Das bislang letzte Aufeinandertreffen war das Wimbledon-Finale im Juli.

Alexander Zverev Jannik Sinner
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