Angelique Kerber kehrt vom 15. bis 18. Oktober in die Coque Arena zurück, um ihren Titel beim Luxembourg Ladies Tennis Masters zu verteidigen. Die dreifache Grand-Slam-Siegerin gewann die Ausgabe 2025 im Finale gegen Alize Cornet. In diesem Jahr trifft sie erneut auf ein Feld aus Spielerinnen, die ihre aktive Tourkarriere bereits beendet haben.
Petra Kvitova, Dominika Cibulkova, Yanina Wickmayer, Tatiana Golovin, Agnieszka Radwanska, Magdalena Rybarikova und Monica Puig komplettieren die Besetzung. Turnierbotschafterin Daniela Hantuchova erwartet, dass „das auch in diesem Jahr wieder zu beobachtende fantastische Wettbewerbsniveau“ die Klasse der Spielerinnen selbst nach dem Rückzug aus dem Tourbetrieb belegt.
Die acht Namen geben dem Turnier unterschiedliche Spielstile und Karrieren, ohne eine aktuelle Weltrangliste als Ordnung zu benötigen. Für Kerber bedeutet das, dass ihre Vorjahrestrophäe zwar Orientierung bietet, aber keinen formalen Vorteil schafft.
Das Preisgeld hält den Wettbewerb ernst
Das Einladungsturnier ist mit 110.000 Euro dotiert, davon gehen 50.000 Euro an die Siegerin. Diese Verteilung sorgt dafür, dass die Veranstaltung nicht nur von bekannten Namen lebt. Kerber hat einen Titel zu verteidigen, ihre sieben Konkurrentinnen verfolgen ein klar beziffertes sportliches Ziel. Das Format verbindet damit Erinnerung an frühere Erfolge mit einem Ergebnis, das innerhalb der vier Tage zählt.
Luxemburg besitzt dafür einen passenden Hintergrund. Bis 2021 fand dort ein WTA-250-Turnier statt. In seiner 25-jährigen Geschichte gewannen unter anderem Victoria Azarenka, Venus Williams und Caroline Wozniacki. Nach Differenzen mit der WTA wechselten die Organisatoren vor fünf Jahren zum Einladungskonzept. Das aktuelle Feld hält die Verbindung zur früheren Tourtradition aufrecht, ohne das Masters als reguläres WTA-Event darzustellen.
Das Programm reicht über die Matches hinaus
Die Spielerinnen nehmen zusätzlich an Aktivitäten teil, die Frauen und Mädchen stärken sollen. Nach der Veranstaltung ist eine Spende an die WTA Foundation vorgesehen, um deren Partnerschaft mit dem Kinderernährungsprogramm von UNICEF zu unterstützen. Damit erhält das Turnier neben dem sportlichen Wettbewerb einen zweiten, klar benannten Zweck.
Für Kerber ist die Titelverteidigung der sichtbarste Anker. Kvitova und die weiteren früheren Spitzenspielerinnen geben dem Feld jedoch genügend Tiefe, damit die Ausgabe nicht nur als persönlicher Auftritt der Vorjahressiegerin funktioniert. Luxemburg nutzt seine Turniergeschichte inzwischen anders: nicht mehr als Station im WTA-Punktesystem, sondern als kompaktes Masters, das sportliche Qualität, bekannte Namen und soziale Projekte miteinander verbindet.
