Navratilova lobt die WTA und kritisiert das IOK wegen des Verhaltens im Fall Peng



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Navratilova lobt die WTA und kritisiert das IOK wegen des Verhaltens im Fall Peng

Die ehemalige Nummer 1 der Welt, Martina Navratilova, war voll des Lobes für die WTA und ihre Entscheidung, alle Turniere, die nächstes Jahr in China stattfinden sollen, auszusetzen. Die WTA versuchte mehrmals, mit Peng Shuai in Kontakt zu treten, doch alle Versuche waren erfolglos.

Peng wurde in China vermisst, nachdem sie einen ehemaligen Vizepremier des se*uellen Übergriffs beschuldigt hatte, und die WTA traf eine radikale Entscheidung, nachdem China ihnen keinen nachprüfbaren Beweis dafür vorgelegt hatte, dass Peng tatsächlich sicher und wohlauf war.

Navratilova kritisierte das IOK – das zweimal eine Erklärung veröffentlichte, in der behauptet wurde, Peng sei sicher und es gehe ihm gut. "Dies ist eine mutige Haltung von Steve Simon und der WTA, bei der wir Prinzipien über Geld stellen und uns überall für Frauen und insbesondere für Peng Shuai einsetzen", twitterte Navratilova.

"Nun - was sagst du, @IOK ?!? #IOK - bisher kann ich dich kaum hören!!!"

Die WTA bezweifelt, dass Peng Shuai tatsächlich sicher und wohlauf ist

„Leider hat die Führung in China dieses sehr ernste Thema nicht glaubwürdig angegangen.

Obwohl wir jetzt wissen, wo Peng ist, habe ich ernsthafte Zweifel, dass sie frei und sicher ist und keiner Zensur, Nötigung und Einschüchterung unterliegt. Die WTA hat klar gemacht, was hier benötigt wird, und wir wiederholen unsere Forderung nach einer vollständigen und transparenten Untersuchung des Vorwurfs der se*uellen Übergriffe gegen Peng Shuai – ohne Zensur“, teilte WTA-Chef Steve Simon in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung mit.

„Infolgedessen und mit voller Unterstützung des WTA-Vorstands gebe ich die sofortige Aussetzung aller WTA-Turniere in China, einschließlich Hongkong, bekannt. Ich sehe guten Gewissens nicht ein, wie ich unsere Athletinnen bitten kann, dort anzutreten, wenn Peng Shuai nicht frei kommunizieren darf und anscheinend unter Druck gesetzt wurde, ihren Vorwürfen der se*uellen Übergriffe zu widersprechen.

Angesichts der aktuellen Lage bin ich auch sehr besorgt über die Risiken, denen alle unsere Spielerinnen und Mitarbeiter ausgesetzt sein könnten, wenn wir 2022 Veranstaltungen in China durchführen würden."