Aryna Sabalenkas Streitpunkt: Die Performance-Bye-Regel



by FARUK IMAMOVIC

Aryna Sabalenkas Streitpunkt: Die Performance-Bye-Regel
© Getty Images Sport/Julian Finney

Als Aryna Sabalenka, die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste, ihre Meinung zur Performance-Bye-Regel zum Ausdruck brachte, war sie alles andere als begeistert. Die Regel, die Spielerinnen belohnt, die in der vorherigen Woche das Halbfinale eines Turniers erreicht haben, hat bei einigen für Stirnrunzeln gesorgt.

Die Regel und ihre Tücken

Elena Rybakina, die drittbeste Spielerin im Feld, erfuhr bei ihrer Ankunft in Tokio eine Überraschung. Trotz ihrer beeindruckenden Platzierung erhielt sie keine Top-4-Setzung. Stattdessen profitierten Maria Sakkari und Caroline Garcia, beide Halbfinalistinnen in Guadalajara, von dieser Regel und erhielten eine Top-4-Setzung.

"Ich wusste, weil sie vorher eine E-Mail geschickt haben, dass jeder von der Performance-Bye wusste, aber ich habe es nicht verstanden", sagte Sabalenka. Ihrer Meinung nach sollte die Konsistenz im Spiel und nicht nur eine einzelne gute Leistung in einem Turnier belohnt werden.

"Es ist mir unverständlich. Spielerinnen, die in einem niedrigeren Turnier das Halbfinale erreicht haben, erhalten eine Bye in einem 1000er-Turnier. Das ergibt für mich keinen Sinn. Ich finde, man muss sich diese Byes verdienen.

Man sollte sie für die Konstanz seines Spiels und nicht nur für eine gute Leistung in einem Turnier bekommen", führte Sabalenka aus.

Ein Ruf nach Veränderung

Für Sabalenka steht außer Frage, dass die Spielerinnen ihre Vorteile auf dem Platz verdienen sollten und nicht durch eine Regelung, die in ihren Augen das wahre Talent und die Beständigkeit im Schatten stehen lässt.

"Ich bin glücklich für die Spielerinnen, die es geschafft haben, aber ich finde das nicht akzeptabel. Ich hoffe, dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommt. Es wäre nachvollziehbar, wenn es von einem 1000er-Turnier in Guadalajara zu einem 1000er-Turnier hier gehen würde, aber nicht von einem 500er zu einem 1000er", sagte Sabalenka, zitiert von The Tennis Letter.

Es bleibt abzuwarten, wie die Tennis-Gemeinschaft auf Sabalenkas Bedenken reagieren wird, aber es ist klar, dass sie nicht allein mit ihrer Meinung steht.

Aryna Sabalenka