Emma Raducanu: Die junge Tennisspielerin, die ihre Trainer herausfordert



by FARUK IMAMOVIC

Emma Raducanu: Die junge Tennisspielerin, die ihre Trainer herausfordert
© Getty Images Sport/Elsa

Als Emma Raducanu 2021 auf der Tennisbühne von Wimbledon debütierte, konnte niemand ihr meteorhaften Aufstieg vorhersehen. Doch hinter ihrem Erfolg steckt nicht nur Talent, sondern auch ein unersättlicher Wissensdurst, der einige Trainer vor Herausforderungen stellt.

Schnelle Trainerwechsel

Nach ihrem ersten großen Auftritt bei Wimbledon arbeitete Raducanu mit Nigel Sears zusammen. Doch ihre Zusammenarbeit mit Trainern scheint ebenso rasch zu wechseln wie ihre Aufschlaggeschwindigkeit.

Andrew Richardson, der ihr zum ersten Grand Slam-Titel bei den US Open 2021 verhalf, wurde nach dem historischen Sieg von Raducanu entlassen. In der folgenden Saison trennte sie sich von Torben Beltz und engagierte Dmitry Tursunov für den Sommer.

Doch auch diese Zusammenarbeit hielt nicht lange, und 2023 engagierte sie Sebastian Sachs. Ihre Zusammenarbeit endete kurz nachdem Raducanu im Mai drei Operationen durchlaufen hatte. Auf BBC Radio 4's Today-Programm gab sie Einblicke in ihre Trainerwechsel: "Ich stelle meinen Trainern viele Fragen.

Manchmal konnten sie mit meinen Fragen nicht mithalten und vielleicht hat das zur Trennung geführt. Es ist etwas, was ich immer getan habe. Ich fordere Trainer heraus und stelle ihre Denkweise in Frage. Ich bin nicht jemand, dem man einfach sagen kann, was zu tun ist, ich muss verstehen warum."

Das "Warum" hinter dem Herausfordern

Laut Raducanu liegt der Grund für ihr ständiges Hinterfragen in ihrer Erziehung.

Ihr Vater forderte sie immer heraus und fragte nach den Gründen für ihr Handeln. Dieses kritische Hinterfragen hat sie von ihm übernommen: "Ich denke, dass ich schon in jungen Jahren sehr wissbegierig war. Mein Vater hat mich immer zum Nachdenken angeregt, Fragen zu stellen.

Ich habe meine logische Seite von ihm und meine Widerstandsfähigkeit von meiner Mutter geerbt." Raducanu glaubt, dass diese Art zu denken ihr einen Vorteil verschafft: "Ich bin vielleicht nicht die stärkste Schlägerin oder die Schnellste, aber ich denke, ich kann mein Gehirn in einer Weise nutzen, die mir einen Vorteil verschafft." Emma Raducanus Weg im Tennis ist sowohl beeindruckend als auch einzigartig.

Ihre intellektuelle Neugier und der ständige Wunsch zu verstehen, warum sie bestimmte Dinge tut, machen sie zu einer faszinierenden Persönlichkeit in der Welt des Sports.

Emma Raducanu Wimbledon