Boris Becker begeistert: Iga Swiateks mutige Forderungen an die WTA



by FARUK IMAMOVIC

Boris Becker begeistert: Iga Swiateks mutige Forderungen an die WTA
Boris Becker begeistert: Iga Swiateks mutige Forderungen an die WTA © Getty Images Sport/Matthew Stockman

Die Tenniswelt erlebt aktuell eine Phase der Unruhe und Forderung nach Veränderung. Iga Swiatek, eine der führenden Spielerinnen im Damentennis, hat in jüngster Zeit öffentlich Kritik an der Women's Tennis Association (WTA) geübt.

Sie fordert, dass Spielerinnen eine größere Rolle in wichtigen Entscheidungsprozessen spielen sollten. Diese Forderung wird von der Tennislegende Boris Becker unterstützt, der Swiateks Aussagen als "starke Worte einer Champion" auf Instagram lobte.

Bei den jüngsten WTA Finals in Cancun äußerten die Teilnehmerinnen deutlich ihren Unmut über die "schlechten" Platzbedingungen und hinterfragten die Wahl von Cancun als Austragungsort. Besonders bemängelt wurde, dass die WTA erst im September den Gastgeber für die WTA Finals 2023 bekannt gab.

"Wir fühlen uns, als würden wir gegen eine Wand schlagen. Alles wurde entschieden, ohne uns zu konsultieren, und jetzt suchen wir nach einem Kompromiss," sagte Swiatek während des Turniers.

Langfristige Karriereplanung im Fokus

Die 22-jährige Swiatek, die seit dem Rücktritt von Ashleigh Barty im Jahr 2022 das Gesicht des Damen-Tennis ist, zeigt sich trotz ihres jungen Alters besorgt um ihre langfristige Karriere.

Insbesondere sprach sie sich in Cancun gegen die Pläne der WTA aus, die Anzahl der Pflichtturniere zu erhöhen. Sie argumentierte, dass der WTA-Kalender bereits jetzt zu anspruchsvoll sei. "Ja, wir sind mit einigen Dingen nicht zufrieden und wollen den Zeitplan für das nächste Jahr ändern.

Wir werden viel mehr Pflichtturniere haben, und das wird enorme negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden haben," erklärte Swiatek in Cancun. Iga Swiatek, die sowohl auf als auch abseits des Platzes eine Führungsrolle einnimmt, steht beispielhaft für eine neue Generation von Spielerinnen, die nicht nur sportliche, sondern auch organisatorische Verantwortung übernehmen wollen.

Die Forderung nach mehr Mitspracherecht und Einbeziehung in Entscheidungen, die ihre Karrieren direkt betreffen, spiegelt den Wunsch nach einer moderneren, gerechteren und transparenteren Führung in der Welt des Profi-Tennis wider.

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