Emma Raducanu: Neue Chancen bei den BNP Paribas Masters in Indian Wells

Emma Raducanu, die US Open-Siegerin von 2021, hat bei den diesjährigen BNP Paribas Masters in Indian Wells eine vielversprechende Auslosung erhalten.

by Faruk Imamovic
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Emma Raducanu: Neue Chancen bei den BNP Paribas Masters in Indian Wells
© Getty Images/Clive Brunskill

Emma Raducanu, die US Open-Siegerin von 2021, hat bei den diesjährigen BNP Paribas Masters in Indian Wells eine vielversprechende Auslosung erhalten. Als Wildcard-Empfängerin trifft sie in der ersten Runde auf eine Qualifikantin, was ihr eine gute Gelegenheit bietet, im Turnierverlauf voranzukommen.

Nachdem sie im vergangenen Jahr das Viertelfinale erreichte und damit eines ihrer besten Ergebnisse in einem von Verletzungen geprägten Jahr erzielte, steht Raducanu nun vor der Herausforderung, die in Kalifornien verteidigten Punkte zu bestätigen.

Aktuell auf Platz 252 der Weltrangliste, kämpft Raducanu sich nach Operationen an Handgelenken und Knöchel zurück und nutzt Wildcards, um bei hochkarätigen Turnieren anzutreten. Die 22-jährige Britin hat bereits eine Wildcard für das anschließende Miami Open erhalten und in diesem Jahr bei vier Turnierteilnahmen drei Matches gewonnen.

Von London nach Indian Wells: Raducanus Vorbereitung

Nach einer Erstrundenniederlage gegen Anhelina Kalinina in Doha im letzten Monat kehrte Raducanu nach London zurück, um sich auf Indian Wells vorzubereiten. Sollte sie ihr Auftaktmatch gewinnen, steht sie Dayana Yastremska gegenüber, gegen die sie bereits 2020 gewinnen konnte.

Ein mögliches Duell in der dritten Runde könnte sie mit der frischgebackenen Australian Open-Siegerin Aryna Sabalenka zusammenbringen – ein Test, den Raducanu nach einem schwierigen Jahr voller Verletzungssorgen sicherlich begrüßen würde.

Als ehemalige Grand-Slam-Siegerin erhält Raducanu Wildcards für große Turniere, die es ihr ermöglichen, im Ranking aufzusteigen. Doch die Teilnahme an WTA 1000-Turnieren bedeutet auch Begegnungen mit den besten Spielerinnen der Welt.

Strategien und Perspektiven

Die Debatte, ob Raducanu sich durch Teilnahme an niederrangigeren Turnieren Spielpraxis verschaffen sollte, wird durch die Meinung der ehemaligen britischen Nummer 1 Laura Robson bereichert. Robson, die mit Tennis365 sprach, unterstützt Raducanus Entscheidung, bei hochrangigen Turnieren anzutreten.

"Sie hat dieses Jahr in einigen Matches sehr gut gespielt und fühlt sich offenbar stark genug, um auf diesem Niveau herauszufordern", erklärte Robson. Raducanu zeigt in ihren Spielen eine zunehmende Aggressivität und eine Annäherung an die Grundlinie – ein Spielstil, der an ihren Siegeszug bei den US Open erinnert.

Robson betont, dass Raducanu Zeit und Beständigkeit benötigt, um wieder auf dieses Niveau zu kommen. Raducanu selbst sieht in der aktuellen Phase eine Chance, neu zu beginnen, was in ihren jüngsten Auftritten deutlich wurde.

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