Andy Roddick rät Emma Raducanu zu mehr Spielpraxis

Emma Raducanu, die US Open-Siegerin von 2021, steht vor einer bedeutenden Herausforderung in ihrer Tenniskarriere, da sie nach einer achtmonatigen Pause aufgrund von Operationen an beiden Handgelenken und dem Knöchel ihr Comeback fortsetzt

by Faruk Imamovic
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Andy Roddick rät Emma Raducanu zu mehr Spielpraxis
© Getty Images/Clive Brunskill

Emma Raducanu, die US Open-Siegerin von 2021, steht vor einer bedeutenden Herausforderung in ihrer Tenniskarriere, da sie nach einer achtmonatigen Pause aufgrund von Operationen an beiden Handgelenken und dem Knöchel ihr Comeback fortsetzt.

Andy Roddick, der US Open-Champion von 2003, hat ihr nahegelegt, „so viele Matches wie möglich“ zu spielen, um in Form zu kommen. Diesen Ratschlag gab er vor dem Hintergrund des WTA 1000-Events in Indian Wells, wo Raducanu bereits mit einem beeindruckenden 6:2, 6:3-Sieg gegen Rebeka Masarova in die zweite Runde eingezogen ist.

Dort wird sie auf die Australian Open-Halbfinalistin und Weltranglisten-31. Dayana Yastremska treffen.

Die Debatte um Wildcards und Turnierteilnahmen

Raducanu hat für vier der fünf Turniere, an denen sie in diesem Jahr teilgenommen hat, Wildcards erhalten und ihren geschützten Rankingplatz genutzt, um in das Hauptfeld der Australian Open 2024 zu gelangen.

Einige Experten argumentieren, dass Raducanu erwägen sollte, an kleineren Turnieren teilzunehmen, um mehr Spielpraxis zu sammeln, anstatt Wildcards für größere Events zu nutzen. Raducanu selbst hat jedoch in einem Interview mit BBC Sport vor Indian Wells deutlich gemacht, dass sie sich auf ihre spielerische Entwicklung konzentrieren möchte und nicht beabsichtigt, diesem Rat zu folgen.

"Ich möchte daran arbeiten, eine bessere Tennisspielerin zu werden. Ich denke, für mich ist es nicht so wichtig, wie dieses Jahr verläuft", so die Britin. Roddick ist jedoch der Meinung, dass Raducanu Challenger-Events in Betracht ziehen könnte, falls sie in Indian Wells früh ausscheidet, um Spielpraxis vor dem Miami Open zu sammeln.

"Man kann so viel trainieren, wie man möchte, aber man kann die Bedingungen eines Matches und den Druck bei Einstand in einem ausgeglichenen Satz nicht replizieren", erklärt Roddick.

Die Favoritinnen auf den Sieg

Neben der Betrachtung von Raducanus Situation hat Roddick auch die Aussichten von Iga Swiatek, Aryna Sabalenka, Coco Gauff und Elena Rybakina bewertet, die sich als die Top-Anwärterinnen für große Events im Damentennis etabliert haben.

Die Bedingungen in Indian Wells sollten laut Roddick allen Top-Spielerinnen zugutekommen. Er hebt hervor, dass Swiatek auf Sand am stärksten ist und Sabalenka mental vom Australian Open erholen sollte, während Gauff und Rybakina ebenfalls starke Anwärterinnen sind.

Emma Raducanus Weg zurück an die Spitze des Damentennis ist sowohl eine physische als auch mentale Herausforderung. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Strategie der jungen Britin, sich auf ihre Entwicklung zu konzentrieren und größere Turniere zu spielen, Früchte trägt.

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