Emma Raducanu stellt sich der Herausforderung niedrigerer Turniere

Emma Raducanu, die Tennis sensation, die als Qualifikantin die US Open 2021 gewann, steht vor der Herausforderung, sich nach Verletzungen und Formtiefs im Jahr 2023 wieder nach oben zu arbeiten.

by Faruk Imamovic
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Emma Raducanu stellt sich der Herausforderung niedrigerer Turniere
© Getty Images/Clive Brunskill

Emma Raducanu, die Tennis sensation, die als Qualifikantin die US Open 2021 gewann, steht vor der Herausforderung, sich nach Verletzungen und Formtiefs im Jahr 2023 wieder nach oben zu arbeiten. Fast zwei Jahre nach ihrem unglaublichen Titellauf, der sie auf Platz 10 der WTA-Rangliste brachte, befindet sie sich aktuell auf Platz 250.

Aufgrund ihrer Ergebnisse, zuletzt bei den Indian Wells Open, wird sie in der Live-Rangliste sogar auf Platz 287 geführt.

Die Herausforderung der Wiederaufstiegs

Raducanu, die für das WTA 1000 Event in Indian Wells eine Wildcard benötigte und auch für die kommenden Turniere in Miami und Stuttgart Wildcards erhalten hat, steht vor der Aufgabe, sich ihren Weg zurück zu erkämpfen.

Jonathan Overend, Kommentator bei Sky Sports Tennis, betont die ungewöhnliche Situation Raducanus: "Das ist eine Karriere rückwärts. Sie hat einen Grand-Slam-Titel in ihren Teenagerjahren gewonnen, etwas, das fast kein anderer Spieler je erreichen wird, und jetzt muss sie sich daran gewöhnen, sich wieder hochzuarbeiten." Trotz der Herausforderungen zeigte Raducanu bei den Indian Wells Open Ansätze ihrer Bestform.

Sie gewann überzeugend gegen Rebeka Masarova in der ersten Runde und führte 4-0 gegen Dayana Yastremska in der zweiten Runde, bevor die Ukrainerin aufgrund einer Verletzung aufgeben musste. Obwohl sie in der dritten Runde gegen die amtierende Australian Open-Siegerin Aryna Sabalenka verlor, lieferte Raducanu einen guten Kampf.

Der Lernprozess und der Weg vorwärts

Naomi Broady, ehemalige Nummer 76 der Welt, weist auf Sky Sports Tennis darauf hin, dass Raducanu noch immer auf einer Lernkurve ist. "Sie hat das Niveau, also sobald sie die Verletzungen überwindet – sie hat jetzt die Operationen hinter sich und kann richtig trainieren – geht es darum, mit dem Rest umzugehen, was man erst lernen muss, wenn man es erlebt.

Es ist eine Lernkurve." Raducanu hat entschieden, ihr Team zu verkleinern und setzt auf ein enges Umfeld, in dem sie nur Menschen einbindet, denen sie vertraut. Im Gegensatz zu einigen Top-Spielern, die mit Physiotherapeuten, Psychologen und Fitness-Trainern reisen, hält Raducanu ihr Team bewusst klein.

Raducanus Reise zurück an die Spitze ist nicht nur ein Test ihrer körperlichen Fähigkeiten, sondern auch ihrer mentalen Stärke und ihrer Fähigkeit, mit Rückschlägen umzugehen. Ihre Entschlossenheit und ihr Talent lassen jedoch keinen Zweifel daran, dass sie das Potenzial hat, wieder zu alter Form zurückzufinden und sich erneut unter den besten Spielerinnen der Welt zu etablieren.

Emma Raducanu Us Open
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