Iga Swiatek peilt historisches Sunshine Double an: Bereit für die Herausforderung

Die Nummer Eins der Welt, Iga Swiatek, steht kurz davor, in die Geschichte des Tennis einzugehen.

by Faruk Imamovic
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Iga Swiatek peilt historisches Sunshine Double an: Bereit für die Herausforderung
© Getty Images/Matthew Stockman

Die Nummer Eins der Welt, Iga Swiatek, steht kurz davor, in die Geschichte des Tennis einzugehen. Sie könnte die erst vierte Spielerin werden, die das sogenannte Sunshine Double, bestehend aus den Turniersiegen bei Indian Wells und dem Miami Open, zum zweiten Mal gewinnt. Damit würde sie sich in eine illustre Runde mit Tennislegenden wie Novak Djokovic, Roger Federer und Steffi Graf einreihen. Vor zwei Jahren gelang ihr dieses Kunststück bereits einmal, und Swiatek betont, wie viel sie aus dieser Erfahrung gelernt hat. Sie fühlt sich gut vorbereitet und unterstreicht, dass sie niemandem mehr etwas beweisen muss, während sie sich auf ihr erstes Match gegen Camila Giorgi vorbereitet.

Eine veränderte Mentalität

Swiatek tritt mit einer veränderten Einstellung an, verglichen mit ihrer ersten Errungenschaft des Sunshine Doubles im Jahr 2022. Nach dem überraschenden Rücktritt von Ashleigh Barty rückte sie damals auf den ersten Platz der Weltrangliste und startete mit den Siegen bei Indian Wells und dem Miami Open eine beeindruckende Siegesserie von 37 Matches. Doch diesmal, auf ihrem Weg, das Sunshine Double zum zweiten Mal zu gewinnen, verrät Swiatek, dass sich ihre mentale Herangehensweise deutlich geändert hat. „Sicherlich befinde ich mich jetzt in einer anderen Lage“, so Swiatek vor dem Start in Miami. „Ich habe so viel gelernt und bereits viel bewiesen. Damals ging es mir vor allem darum, allen zu zeigen, dass ich meinen Platz verdient habe. Jetzt fühle ich nicht mehr den Druck, das tun zu müssen. Ich habe meinen Job gut gemacht und möchte darauf aufbauen.“

Die Herausforderungen in Miami

In Indian Wells zeigte Swiatek bereits ihre Stärke, indem sie keinen Satz abgab. Ihre Fähigkeiten lassen darauf schließen, dass sie durchaus Chancen hat, ihren Namen erneut in die Geschichtsbücher einzutragen. Doch die Polin bleibt bescheiden und fokussiert: „Wir sollten nicht über ungelegte Eier sprechen“, mahnt sie. „Ich nehme alles Schritt für Schritt. Es bringt nichts, jetzt schon vom Gewinn der Trophäe zu träumen. Ich habe hier noch nicht einmal trainiert und viele Matches liegen noch vor mir. Es wäre natürlich ein Traum, aber es ist keine leichte Aufgabe.“

Swiateks größte Konkurrentinnen in Miami könnten Aryna Sabalenka, Elena Rybakina und Coco Gauff sein. Letztere wäre eine potenzielle Gegnerin im Halbfinale, während Sabalenka oder Rybakina im Finale warten könnten. Swiatek fügt hinzu: „Die Bedingungen hier sind immer schwierig, es ist feucht und heiß. Aber ich erinnere mich, dass ich mich vor zwei Jahren wirklich wohlgefühlt habe, also werde ich sehen, was das Training bringt.“

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