Iga Swiatek fordert mehr Sicherheit bei Tennisturnieren

Iga Swiatek, die vierfache Grand-Slam-Siegerin, hat gefordert, die Sicherheitsvorkehrungen bei Tennisturnieren zu verstärken, um Proteste und Sicherheitsrisiken besser zu bewältigen.

by Faruk Imamovic
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Iga Swiatek fordert mehr Sicherheit bei Tennisturnieren
© Getty Images/Dan Istitene

Iga Swiatek, die vierfache Grand-Slam-Siegerin, hat gefordert, die Sicherheitsvorkehrungen bei Tennisturnieren zu verstärken, um Proteste und Sicherheitsrisiken besser zu bewältigen. Ihre Äußerungen kamen nach den jüngsten Störungen bei den Italian Open in Rom, wo Klimaprotestierende das Spiel unterbrachen, indem sie Konfetti auf den Platz warfen und das Spiel fast eine Stunde lang unterbrochen wurde.

Diese Art von Störung ist nicht neu: Bereits im letzten Jahr hatten Klimaaktivisten bei Wimbledon und den US Open ähnliche Aktionen durchgeführt.

Proteste werden zur Routine

Der Vorfall in Rom ereignete sich während des Spiels von Madison Keys gegen Sorana Cirstea.

Die Amerikanerin Keys gab zu, dass sie kurz darüber nachdachte, den Protestierenden selbst zu stoppen. "Ehrlich gesagt, als ich sie über die Barriere kommen sah, war mein erster Gedanke: 'Soll ich sie zu Boden bringen?'", scherzte sie.

"Ich habe mich zurückgehalten und dann begann der Stuhlschiedsrichter zu schreien, dass ich mich hinsetzen soll. Leider wird das langsam zu einer regelmäßigen Sache." Bisher gab es keine ernsthaften Zwischenfälle, doch es gibt Bedenken, dass jemand verletzt werden könnte, da die Protestierenden oft in die Nähe der Spieler gelangen.

Swiateks Gedanken zur Sicherheit

Swiatek wurde gefragt, wie die Turniere mit diesen Störungen umgehen sollten und antwortete: "Offensichtlich ist wahrscheinlich der beste Weg, die Sicherheit zu erhöhen. Ich bin mir nicht sicher, wie die Sicherheitsvorkehrungen genau funktionieren, weil ich noch nie eine Situation hatte, in der sie reagieren mussten, während ich auf dem Platz war," sagte sie.

"Ich habe den Protest gestern nicht gesehen. Ich hörte, dass etwas passiert ist. Ich habe es nicht gesehen. Ich weiß nicht, ob sie tatsächlich in der Nähe der Spieler waren oder nicht." Swiatek erinnerte sich auch an den Vorfall von Monica Seles, der sich 1993 ereignete.

Die damalige Weltranglistenerste Seles wurde bei einem Turnier in Hamburg von einem verwirrten Fan von Steffi Graf mit einem Messer in den Rücken gestochen. Seles, die zu diesem Zeitpunkt acht Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, musste zwei Jahre auf der Tour pausieren und gewann nach ihrer Rückkehr die Australian Open 1996.

Vertrauen in die Sicherheitsvorkehrungen

Swiatek fügte hinzu: "Als ich sah, was mit Monica Seles passiert ist, hatte ich für ein paar Wochen solche Gedanken. Das Einzige, was du tun musst, ist zu vertrauen, dass, wenn eine solche Situation eintritt, die WTA mit ihrer Sicherheit bereit ist zu reagieren.

Das ist alles." Swiateks Forderung nach mehr Sicherheit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Tenniswelt zunehmend mit Protesten konfrontiert wird, die nicht nur die Spiele stören, sondern auch potenzielle Sicherheitsrisiken für die Spieler darstellen.

Ihre Worte betonen die Notwendigkeit, dass Turnierveranstalter proaktiv Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit und den reibungslosen Ablauf der Spiele zu gewährleisten.

Iga Swiatek
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