Emma Raducanu zieht sich überraschend von French Open-Qualifikation zurück

Emma Raducanu: Keine French Open, aber Hoffnung auf Wimbledon

by Faruk Imamovic
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Emma Raducanu zieht sich überraschend von French Open-Qualifikation zurück
© Getty Images/Clive Brunskill

Emma Raducanu wird nicht am Qualifikationsturnier für die French Open teilnehmen, wie die Organisatoren bestätigt haben. Nachdem sie durch ihre spezielle Ranglistenposition von 103 keinen Platz im Hauptfeld erhalten hatte, wurde sie auch von der französischen Tennisföderation für eine Wildcard übersehen und in die Qualifikation eingestuft.

Rückzug kurz vor dem Turnierbeginn

Die 21-Jährige schien zunächst für das Qualifikationsturnier, das vom 20. bis 24. März stattfindet, gesetzt zu sein, da sie ihre Teilnahme am gleichzeitig stattfindenden Internationaux de Strasbourg zurückgezogen hatte.

Allerdings zog sich die US Open-Siegerin von 2021 am Sonntagmorgen, nur wenige Stunden vor der Auslosung, vom Event zurück. Raducanu könnte dennoch im Hauptfeld von Roland Garros antreten, da sie derzeit an dritter Stelle der Ersatzliste steht.

Vor ihr liegen Sara Errani und Arina Rodionova, aber es könnten noch mehrere Rückzüge vor dem offiziellen Start des Turniers am 26. Mai erfolgen.

Zukunftsperspektiven und mögliche Alternativen

Raducanu, die letztes Jahr aufgrund einer Verletzung die French Open verpasste, hat seit ihrer 2:6, 2:6 Niederlage gegen die Qualifikantin Maria Lourdes Carle in der ersten Runde der Madrid Open kein Wettkampf-Tennis mehr gespielt.

Welche Optionen hat sie also, wenn sie es nicht ins Hauptfeld von Paris schafft? Eine Möglichkeit wäre, auf die WTA 125er-Tour zu wechseln, um in den nächsten Wochen einige Matches zu bestreiten. Allerdings sind die meisten dieser Turniere auf Sandplätzen, was ihre Vorbereitung auf die Rasensaison nicht unterstützen würde.

Eine andere Option wäre, auf die Trainingsplätze zurückzukehren und auf den Beginn der Rasensaison am 10. Juni mit den Nottingham Open, dem ersten großen WTA-Turnier im britischen Kalender, zu warten. Obwohl sie auf Platz 212 der WTA-Rangliste abgerutscht ist, wird sie keine Probleme haben, Wildcards für die britischen Veranstaltungen zu erhalten.

Nach ihrem Ausscheiden bei den Madrid Open beklagte sich Raducanu über Müdigkeit, und eine Pause bis zur Rasensaison könnte ihr guttun. Ihre Billie Jean King Cup-Kapitänin, Anne Keothavong, äußerte jedoch Zweifel an ihren Aussagen.

„Es sind mehrere Wochen bis zum ersten Rasenturnier. Das ist ein langer Trainingsblock, und sie hat bereits acht Monate pausiert“, sagte Keothavong gegenüber Sky Sports Tennis. „Sie hat gesagt und bewiesen, dass sie durch die Stunden auf dem Trainingsplatz Selbstvertrauen gewinnt.

Wir reden viel über Kopf, Herz und Beine, und wenn dein Kopf und dein Herz nicht dabei sind, haben deine Beine keine Chance. Es war wirklich enttäuschend zu sehen. Sie sagte, sie sei müde, aber redet man sich dadurch noch mehr Müdigkeit ein?“

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