Spieler fordern fairere Spielpläne bei den French Open

Skandal bei French Open: Spieler fordern gerechtere Spielzeiten!

by Faruk Imamovic
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Spieler fordern fairere Spielpläne bei den French Open
© Getty Images/Clive Brunskill

Während des French Open erheben Tennisprofis schwere Vorwürfe gegen die Organisation des Turniers. Ons Jabeur, die im Viertelfinale gegen Coco Gauff antrat, kritisierte die Ansetzung ihrer Spiele vehement. Ihr Match begann bereits um 11 Uhr morgens auf dem Court Philippe-Chatrier, einer Zeit, zu der die Tribünen üblicherweise noch leer sind. Dies sei eine ungünstige Situation für die Spielerinnen, die sich bessere Bedingungen und mehr Respekt wünschen. "Wir verdienen es, besser behandelt zu werden", betonte Jabeur.

Jede Eröffnungspartie auf diesem Hauptplatz war bisher ein Damenmatch, während die Abendspiele, die erst um 20:15 Uhr beginnen und separat verkauft werden, ausschließlich Herrenbegegnungen waren. Die späten Anfangszeiten und Verzögerungen durch Regen führten dazu, dass einige Matches weit nach Mitternacht endeten. Novak Djokovic beispielsweise beendete seine dritte Runde gegen Lorenzo Musetti erst um 3:07 Uhr morgens und musste schon am nächsten Tag wieder auf den Platz.

Forderung nach Veränderung

Die Spieler sind sichtlich unzufrieden mit der aktuellen Situation. "Das ist nicht gesund", äußerte Gauff, und Jabeur fügte hinzu, sie könne die Details des Vertrages, den Amazon Prime für die Übertragungsrechte der Abendsessions aushandelte, nicht nachvollziehen. "Ich verstehe nicht, wie man erwarten kann, dass Frauen nicht in den Abendstunden spielen, aber ein Viertelfinale um 11 Uhr morgens ist wirklich eine Zumutung", klagte Jabeur.

Die Frage der Fairness betrifft nicht nur die Spielerinnen. Jabeur betonte, dass auch Journalisten und das gesamte Turnierteam unter den späten Spielzeiten leiden. Selbst die jungen Ballkinder sind von diesem anstrengenden Zeitplan betroffen. "Wer hat gesagt, dass es gesund ist, Spiele nach 1 Uhr nachts zu haben?", fragte Jabeur. Ihre Lösungsvorschläge beinhalten frühere Starts und ausgewogenere Matches für Männer und Frauen.

Verteidigungsmeisterin Iga Swiatek, die sich auf ein Halbfinale gegen Gauff vorbereitet, sieht zwar keine persönlichen Nachteile in den aktuellen Zeiten, gibt aber zu, dass eine bessere Auswahl der Spielzeiten wünschenswert wäre. Die Diskussion über die Zeitplanung ist ein fortlaufendes Thema, das dringend einer Lösung bedarf, um die Zufriedenheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

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