Emma Raducanu kämpft um einen Platz bei den Olympischen Spielen 2024

Emma Raducanus Olympia-Traum gerät ins Wanken

by Faruk Imamovic
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Emma Raducanu kämpft um einen Platz bei den Olympischen Spielen 2024
© Getty Images/Hannah Peters

Emma Raducanus beeindruckende Leistung beim Nottingham Open könnte für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 in Paris zu spät kommen. Trotz eines starken Auftritts und einem potenziellen Sprung in der Weltrangliste scheint die britische Tennisspielerin und US-Open-Siegerin von 2021 das britische Olympia-Team zu verpassen.

Ein Kampf gegen die Zeit und das Ranking

Raducanu, die derzeit auf Platz 209 der offiziellen WTA-Rangliste steht, könnte durch ihren Einzug ins Viertelfinale des WTA 250-Turniers in Nottingham erheblich aufsteigen.

Sie befindet sich bereits auf Platz 183 der Live-Rangliste und könnte auf Platz 163 klettern, sollte sie Francesco Jones im Halbfinale schlagen. Ein Turniersieg könnte sie sogar auf Platz 127 hieven. Jedoch wird dies wahrscheinlich nicht ausreichen, um sich einen Platz im britischen Olympia-Team zu sichern, da die Frist zur Bestimmung der qualifizierten Spieler über das Ranking bereits am 10.

Juni endete. Trotz ihrer Ambitionen und des Wunsches, Großbritannien bei den Olympischen Spielen zu vertreten, wie sie im Oktober letzten Jahres der BBC mitteilte, steht Raducanu vor einer schwierigen Herausforderung.

"Die Olympischen Spiele sind natürlich eine große Sache im Sport. Ich denke, ich könnte noch vier weitere spielen, wenn ich wirklich wollte. Also besteht jetzt kein unmittelbarer Druck, es geht nur darum, wieder auf den Platz zu kommen", sagte sie.

Alternative Wege nach Paris

Obwohl Raducanu die direkte Qualifikation über das Ranking verpassen könnte, besteht noch Hoffnung über eine alternative Route. Es gibt zwei Wildcard-Plätze für die höchstplatzierten Olympiasieger oder Grand-Slam-Champions.

Als US-Open-Siegerin 2021 war Raducanu im Rennen um einen dieser Plätze, zusammen mit anderen Grand-Slam-Champions wie Caroline Wozniacki, Naomi Osaka und Angelique Kerber. Wozniacki, die durch ihre Weltranglistenposition von 117 nicht qualifiziert war, wurde bereits für Dänemark bestätigt, wodurch einer der Wildcard-Plätze vergeben wurde.

Die amtierende Olympiasiegerin Belinda Bencic, die auf Platz 94 der Weltrangliste steht, wird aufgrund ihrer Babypause nicht antreten, was Osaka auf Platz 125 vor Raducanu bringt. Der Japanische Olympische Ausschuss hat bestätigt, dass Osaka Japan in Paris vertreten wird.

Es bleibt jedoch ein Funken Hoffnung für Raducanu, da Osaka möglicherweise ihren geschützten Rang von 46 nutzen könnte, um am Turnier teilzunehmen, was einen weiteren Grand-Slam-Platz für die Spiele freimachen würde.

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