Laura Robson erklärt Iga Swiateks Schwierigkeiten auf Rasen

Wimbledon: Iga Swiatek scheitert in Runde drei

by Faruk Imamovic
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Laura Robson erklärt Iga Swiateks Schwierigkeiten auf Rasen
© Getty Images

Die ehemalige britische Nummer 1, Laura Robson, hat Einblicke gegeben, warum Rasenplätze für die Weltranglistenerste Iga Swiatek so herausfordernd sind, besonders nach ihrer überraschenden Niederlage in der dritten Runde von Wimbledon.

Technische Hürden auf Rasen

Swiatek, die vor dem Spiel eine beeindruckende Siegesserie von 21 Matches hatte, schien auf dem besten Weg, mühelos ins Achtelfinale einzuziehen, nachdem sie den ersten Satz gewonnen hatte.

Doch Yulia Putintseva aus Kasachstan fand zurück ins Spiel und dominierte den zweiten Satz, in dem sie Swiatek zweimal den Aufschlag abnahm. Nach einer kurzen Unterbrechung, die Swiatek dazu nutzte, den Platz kurz zu verlassen, kehrte sie zu Buhrufen der ungeduldigen Zuschauer zurück.

Diese Unterbrechung schien Swiatek aus dem Konzept zu bringen, und Putintseva konnte das Match mit 3-6, 6-1, 6-2 für sich entscheiden. Laut Laura Robson, die während eines "Play Your Way To Wimbledon"-Events sprach, liegt Swiateks Schwäche auf Rasen an ihrer speziellen Spieltechnik.

„Ihre Schläge sind natürlich sehr spin-lastig und ihr Vorhandgriff ist ziemlich extrem“, erklärte Robson. „Das bedeutet, dass sie mit viel Topspin spielt und auf Rasen bleibt der Ball dadurch etwas mehr für den Gegner stehen.“ Auf anderen Belägen, besonders auf Sand, sei dieser Spin effektiver.

Robson betonte jedoch, dass Swiatek lediglich kleinere Anpassungen vornehmen müsse: „Ich bin sicher, dass sie das hinbekommt. Es handelt sich nur um kleine Anpassungen. Sie ist mental sehr stark und eine großartige Führungsspielerin.

Man kann darauf vertrauen, dass sie mit diesen Situationen umgehen kann, wenn Druck aufgebaut wird.“

Putintsevas Sicht und das nächste Jahr

Putintseva, die beeindruckend gespielt hatte, betonte nach dem Match, dass sie durch die Verzögerungen nicht verärgert gewesen sei.

„Ich war nicht genervt, aber sie hat sich viel Zeit gelassen“, sagte die Kasachin. „Ich weiß nicht, wie die Regeln sind. Sie hat nur eine Toilettenpause gemacht. Ich weiß nicht, was passiert ist oder wie viele Minuten sie gebraucht hat.

Ehrlich gesagt war ich zwischenzeitlich so gelangweilt. Ich dachte, sie kommt. Dann bewegte ich mich, sie war nicht da. Wieder bewegte ich mich, sie war nicht da. Ich war ziemlich gelangweilt.“

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