Kontroverse um Emma Raducanus Rückzug aus Wimbledon-Doppel

Emma Raducanu verzichtet auf Wimbledon-Mixed-Doppel

by Faruk Imamovic
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Kontroverse um Emma Raducanus Rückzug aus Wimbledon-Doppel
© Getty Images/Julian Finney

Die Entscheidung von Emma Raducanu, sich aus dem gemischten Doppel bei Wimbledon zurückzuziehen, hat nicht nur ihre eigenen Wettkampfpläne, sondern auch die sozialen Medien und die Tenniswelt beschäftigt.

Die Entscheidung und ihre direkten Auswirkungen

Emma Raducanu zog sich kurzfristig aus dem Mixed-Doppel zurück, das auch das letzte Match von Andy Murray in Wimbledon hätte sein sollen.

Raducanu, die zuvor innerhalb von Sekunden zugesagt hatte, mit dem Tennisgroß Andy Murray zu spielen, fühlte sich gezwungen, sich zurückzuziehen, nachdem sie am Morgen mit einer Steifheit im rechten Handgelenk aufgewacht war.

„Leider habe ich heute Morgen eine Steifheit in meinem rechten Handgelenk gespürt, daher habe ich die sehr schwere Entscheidung getroffen, mich aus dem Mixed-Doppel zurückzuziehen“, erklärte sie in einem Statement.

Die junge US-Open-Gewinnerin betonte, sie habe sich auf das Spiel gefreut, müsse jedoch Vorsicht walten lassen, da am Sonntag ein wichtiges Einzelmatch anstehe. Die Nachricht schlug in den Medien hohe Wellen, nicht zuletzt, weil sie das Karriereende von Andy Murray auf dem Centre Court betraf.

Marcus Buckland, ein bekannter Sportmoderator, kommentierte auf der Plattform X: „Erstaunliche Nachrichten, dass Emma Raducanu ihr Mixed-Doppel-Match mit Andy Murray abgesagt hat. Sie gibt Schmerzen im rechten Handgelenk an.“ Soziale Medien Reaktionen und Klarstellungen Judy Murray, die Mutter von Andy Murray, sorgte für zusätzlichen Gesprächsstoff, als sie auf Bucklands Post mit „Ja, erstaunlich“ antwortete.

Diese Bemerkung löste eine Flut von Diskussionen aus, ob Raducanus Rückzug gerechtfertigt war oder Judys Kommentar angebracht. Judy Murray machte daraufhin ihr X-Profil privat, öffnete es jedoch am Sonntag wieder und erklärte, ihre Antwort sei sarkastisch gemeint gewesen.

„Ich bin mir nicht sicher, ob heutzutage jemand Sarkasmus versteht. Ziemlich sicher, dass die Planung (viertes Match auf Platz 1 mit einem Einzel am folgenden Tag) eine große Rolle bei jeder Entscheidung gespielt hat“, klärte sie auf.

Auch andere angesehene Tennisfiguren verteidigten Raducanu. Greg Rusedski, ehemalige britische Nummer 1, postete: „Mehr als verständlich, dass @EmmaRaducanu aus dem Mixed-Doppel ausgestiegen ist. Kein Grund, das Handgelenk zu riskieren.“

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