Iga Swiatek spricht über mentale Herausforderungen nach Dopingfall

by Faruk Imamovic
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Iga Swiatek spricht über mentale Herausforderungen nach Dopingfall
© TheTennisLetter/X/Fair Use

Iga Swiatek ist mit gerade einmal 23 Jahren bereits eine der erfolgreichsten Spielerinnen im Damentennis. Vier Titel bei den French Open und ein US-Open-Sieg im Jahr 2022, dazu eine lange Zeit an der Spitze der Weltrangliste – das alles spricht für sich. Trotzdem muss sie sich regelmäßig gegen Kritik behaupten, die in den sozialen Medien besonders laut ist.

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Seit ihrem letzten Triumph in Paris im vergangenen Jahr hat sie keinen weiteren Titel geholt. Niederlagen gegen Jelena Ostapenko in Stuttgart und zuletzt ein deutliches 1:6, 1:6 gegen Coco Gauff in Madrid haben Zweifel an ihrer Form aufkommen lassen. Dabei erleben viele Sportlerinnen solche Phasen. Was Swiatek besonders trifft: „Der zweite Teil des letzten Jahres war extrem herausfordernd für mich, vor allem wegen des positiven Dopingtests und der Umstände, die mir die Chance nahmen, am Saisonende um die höchsten Ziele zu kämpfen.“

Ein Blick hinter die Fassade

Swiatek zeigt sich ungewohnt offen. In einem Statement erklärte sie, wie sehr die Ereignisse sie aus dem Gleichgewicht gebracht haben: „Ich musste vieles in mir neu ordnen. In Australien habe ich versucht, ohne Erwartungen zu spielen, einfach konzentriert zu bleiben. Das hat geholfen, ich war nah dran am Finale.“

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Doch die Auswirkungen vergangener Monate wiegen schwer. Die verpassten Turniere im Herbst und die exzellenten Resultate im ersten Halbjahr 2023 wirken sich auf ihre Weltranglistenposition aus. „Das hat mich tief getroffen. Es ist schwer, auf dem Platz zu stehen, wenn man in Gedanken immer wieder bei Dingen ist, die man nicht beeinflussen konnte.“

Sie betont: „An sich zu arbeiten ist nichts, das man einmal schafft und dann abhakt. Manchmal geht es vorwärts, dann wieder zurück. Ich muss mich ständig anpassen – an mich selbst, an die Gegnerinnen, an neue Umstände. Das ist im Moment besonders schwer.“

Abschließend erinnert sie daran, was im hektischen Profi-Alltag oft vergessen wird: „Sport wird nicht von Maschinen gespielt. Ich hatte drei fantastische Jahre, aber nichts ist selbstverständlich. Manchmal vergesse selbst ich das.“

Iga Swiatek
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