Emma Raducanu geht mit einem ungewöhnlichen Ansatz in die diesjährige Sandplatzsaison. Die 21-Jährige, die sich auf Rasen und Hartplätzen weitaus wohler fühlt, nutzt die aktuelle Phase vor allem zur Vorbereitung auf die zweite Jahreshälfte. „Ich will die Saison nutzen, um den Druck rauszunehmen, aggressiver zu spielen und so zu agieren, wie ich es möchte, damit es mir auf den anderen Belägen hilft“, erklärte sie gegenüber Sky Sports Tennis.
In Madrid konnte Raducanu zuletzt mit einem Sieg und einer kämpferischen Leistung gegen Marta Kostyuk zeigen, dass sie auch auf Sand Fortschritte macht. Derzeit steht sie wieder unter den Top 50 der Weltrangliste. Mit weiteren Erfolgen in Rom und später bei den French Open könnte sie noch weiter aufsteigen.
Trotz des Fokus auf das Hier und Jetzt richtet sie ihren Blick schon nach vorn – auf die Rasenplätze in Großbritannien im Juni und die amerikanische Hartplatzsaison ab August.
Neues Umfeld, neue Zuversicht
Im Interview betonte Raducanu mehrfach, wie wichtig ihr mentales Umfeld geworden ist: „Es fühlt sich wie ein Neuanfang an – mit der Herangehensweise, den Menschen um mich herum, meiner Denkweise. Ich bin optimistischer, fühle mich positiv gestimmt und nehme jeden Tag so, wie er kommt.“
Nach ihrer Viertelfinalteilnahme in Miami im März ist Mark Petchey wieder an ihrer Seite, in einer Teilzeitrolle. Die Zusammenarbeit scheint ihr gutzutun. „Er ist kein super technischer Coach. Es gibt kleinere Anpassungen, wie immer, aber ich entferne mich gerade von zu viel Technik“, sagte sie.
Für Raducanu geht es in Rom nicht nur um Punkte oder Siege, sondern um Entwicklung. Der Weg zurück an die Spitze ist lang, doch mit Geduld, einer klaren Strategie und neuem Selbstvertrauen will sie Schritt für Schritt vorankommen.
