Emma Raducanu hat mit ihrem Sieg über Rebecca Sramkova beim WTA-500-Turnier im Queen’s Club nicht nur sportlich überzeugt, sondern sich auch im Live-Ranking vor Katie Boulter geschoben. Mit dem Einzug ins Viertelfinale in London – nach einem klaren 6:4, 6:1-Erfolg – kehrt sie damit offiziell an die Spitze des britischen Damen-Tennis zurück.
Die ehemalige US-Open-Siegerin von 2021 hat in dieser Rasen-Saison noch viel vor. In den kommenden Wochen wird sie in Berlin (WTA 500) und Eastbourne (WTA 250) antreten. Dort verteidigt sie wichtige Punkte aus dem Vorjahr: Halbfinale in Nottingham, Viertelfinale in Eastbourne und Achtelfinale in Wimbledon. Gelingt ihr ein guter Lauf in Deutschland und an der heimischen Küste, ist ein Platz unter den besten 32 der Welt realistisch – und damit eine Setzung für Wimbledon möglich.
Zwischen Fortschritt und persönlichem Schutz
Nach einem durchwachsenen Jahr rückt Raducanu nun wieder ins Rampenlicht – sportlich wie persönlich. Im Februar sorgte ein Vorfall in Dubai für Schlagzeilen, bei dem sich ein Fan auffällig fixiert auf sie zeigte. Die Erfahrung hat Spuren hinterlassen, wie sie gegenüber der BBC erzählte:
„Ich habe definitiv gemerkt, dass mehr Leute ein Auge auf mich haben, wenn ich auf dem Turniergelände bin. Ich bin natürlich vorsichtig, wenn ich rausgehe. Man merkt erst, wie ernst das sein kann, wenn man selbst in so einer Situation ist – und das will ich nicht nochmal erleben.“
Trotzdem wirkt Raducanu wieder gefestigt: „Abseits des Platzes geht es mir im Moment gut. Ich fühle mich ziemlich ausgeglichen, habe gute Leute um mich, und alles, was irgendwie negativ ist, versuche ich einfach abzuschütteln.“
Mit diesem mentalen Rückhalt und ihren sportlichen Ambitionen zeigt Raducanu, dass sie auf dem besten Weg ist, sich langfristig wieder in der Weltspitze zu etablieren – pünktlich zur wichtigsten Phase der Rasen-Saison.
