Zum ersten Mal seit 1973 wurde beim Queen’s Club in London wieder ein Damen-Einzelturnier ausgetragen – mit einer Siegerin, die kaum jemand auf dem Zettel hatte: Tatjana Maria. Die 38-jährige Deutsche bezwang im Finale Amanda Anisimova mit 6:4, 6:4 und sicherte sich damit ihren ersten WTA-500-Titel. Es war zugleich ihr zweiter Turniersieg auf Rasen auf WTA-Ebene.
Maria musste sich durch die Qualifikation kämpfen und setzte sich im Verlauf des Turniers unter anderem gegen Topspielerinnen wie Elena Rybakina durch. Ihre Belohnung: ein Preisgeld von 218.930 US-Dollar sowie insgesamt 525 Weltranglistenpunkte. Das katapultiert sie auf Platz 43 der WTA-Weltrangliste – nur einen Rang unter ihrer bisherigen Bestmarke.
Punkte und Preisgeld für die Topspielerinnen
Auch für die unterlegene Finalistin Amanda Anisimova hat sich das Turnier gelohnt. Sie nimmt 134.260 Dollar mit nach Hause und verbessert sich durch die 325 erspielten Punkte auf Rang 13 – ihre bisher beste Platzierung.
Die topgesetzte Zheng Qinwen und Madison Keys, beide im Halbfinale ausgeschieden, erhalten jeweils 78.425 Dollar und 195 Punkte. Qinwen verbessert sich damit auf Rang 4, Keys steigt auf Platz 6.
Emma Raducanu, die im Viertelfinale gegen Zheng ausschied, erhält ebenso wie Elena Rybakina, Diana Shnaider und Emma Navarro 38.142 Dollar und 108 Punkte. Für Raducanu bedeutet das Platz 36 in der Weltrangliste – und damit die neue Nummer 1 Großbritanniens vor Katie Boulter. Navarro springt auf Rang 9 und verdrängt Paula Badosa auf den zehnten Platz.
Der Queen’s Club wurde so zur Bühne für eine kleine Sensation, die nicht nur Maria, sondern auch viele andere Spielerinnen im Ranking nach vorn bringt. Besonders Marias Aufstieg zeigt: Auch mit fast 40 Jahren, als Mutter und Qualifikantin, sind große Siege noch möglich.
