Alex Eala steht nach einem bemerkenswerten Match gegen Jelena Ostapenko im Viertelfinale des Eastbourne Open. Die 20-jährige Filipina lag zunächst deutlich zurück, drehte das Spiel jedoch im zweiten Satz. Beim Stand von 0:6, 6:3, 3:2 mit einem Break Vorsprung im dritten Satz musste Ostapenko schließlich verletzungsbedingt aufgeben.
„Ich bin sehr zufrieden damit, wie ich mich nach dem ersten Satz wieder gesammelt habe“, sagte Eala nach der Partie. „Sie hat mich wirklich dominiert. Ich bin stolz darauf, dass ich Lösungen finden konnte. Sie hat zwar aufgegeben, aber ich hatte im dritten Satz gute Chancen. Ich hatte ihr den Aufschlag abgenommen und war im Flow. Man weiß natürlich nie, was passiert wäre, wenn sie weitergespielt hätte – aber insgesamt bin ich zufrieden.“
Die Lettin Ostapenko hatte das Turnier 2021 gewonnen und ging als klare Favoritin ins Spiel. Eala hingegen musste sich durch die Qualifikation kämpfen und zeigte schon dort starke Leistungen.
Historischer Moment rückt näher
Mit nun vier Siegen in Folge feiert Eala ihre längste Erfolgsserie seit ihrem Halbfinaleinzug beim Miami Open. Besonders bemerkenswert: Sie spielt auf Rasen – einem Belag, auf dem sie bisher kaum Erfahrung gesammelt hat.
„Körperlich geht es mir ziemlich gut“, erklärte sie. „Die Rasensaison ist nicht lang und ich hatte bisher nicht viele Matches auf diesem Belag, deshalb freue ich mich, dass es so gut läuft. Ich glaube, ich gewöhne mich daran. Es passt eigentlich ganz gut zu meinem Spiel.“
In der kommenden Woche wird Eala in Wimbledon zum ersten Mal im Hauptfeld stehen – ein historischer Schritt. Noch nie zuvor hat eine Frau aus den Philippinen im Damen-Einzel der Championships gespielt.
Mit ihrer aktuellen Weltranglistenposition auf Platz 74 – nach einem bisherigen Karrierehoch von Rang 69 – könnte ihr Debüt in London weitere Türen öffnen. Die Entwicklung auf Rasen kommt für sie genau zur richtigen Zeit.
