Alex Eala hat am Freitag beim Eastbourne Open Geschichte geschrieben: Die 20-jährige Tennisspielerin aus den Philippinen steht als erste Frau ihres Landes in einem WTA-Finale. Mit einem 7:5, 2:6, 6:3-Sieg gegen die Russin Varvara Gracheva schaffte sie im Halbfinale des WTA-250-Turniers den Einzug ins Endspiel und bestätigte ihren beeindruckenden Aufstieg in der Saison 2025.
Dabei sah es zwischenzeitlich nicht gut aus für die aktuelle Nummer 74 der Welt. Alex startete stark, führte 4:1, musste dann aber zusehen, wie Gracheva das Spiel drehte und sogar zum Satzgewinn aufschlug. Doch Alex kämpfte sich zurück, gewann drei Spiele in Folge und holte sich den ersten Satz. Im zweiten Satz verlor sie den Faden und sechs Spiele in Serie – das Match schien zu kippen. Doch im entscheidenden dritten Satz fand sie wieder zu sich und machte den historischen Erfolg perfekt.
„Ich bin super, super glücklich, weil es ein hartes Match war“, sagte Alex nach dem Spiel auf dem Platz. „Es gab wirklich schwierige Phasen, in denen sie sehr gut gespielt hat und ich nicht wusste, wie ich das in den Griff bekommen soll. Umso glücklicher bin ich, dass ich gewonnen habe. Es war körperlich und mental eine Herausforderung für uns beide.“
Aufstieg in die Top 60 der Welt
Mit dem Finaleinzug verbessert sich Eala in der Live-Weltrangliste um 18 Plätze auf Rang 56 – ein neuer Meilenstein für den philippinischen Tennissport. Sollte sie am Samstag ihren ersten WTA-Titel gewinnen, könnte sie sogar bis auf Platz 52 klettern. Schon nach dem Halbfinaleinzug in Miami war sie die erste Filipina in den Top 100.
Ealas Saison ist von Premieren geprägt. Erst vor wenigen Wochen stand sie erstmals im Hauptfeld eines Grand Slam Turniers – bei den French Open. Nun folgt ihr Debüt auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Am selben Tag, an dem sie das Finale von Eastbourne erreichte, erfuhr sie, dass sie dort gegen die Titelverteidigerin Barbora Krejcikova antreten wird.
Für Eala ist das Jahr 2025 ein Durchbruch – sportlich, historisch und persönlich.
