Dan Evans, früher selbst britische Nummer eins, sorgt mit seiner Einschätzung zum Wimbledon-Finale der Damen für Aufmerksamkeit. Im Gespräch mit Tennis365 erklärt er, dass er auf die Außenseiterin Amanda Anisimova setzt, obwohl Iga Swiatek als Favoritin gilt. Swiatek, die in diesem Jahr zum ersten Mal das Endspiel in Wimbledon erreicht hat, spielt um ihren sechsten Grand-Slam-Titel. Mit ihrem starken Comeback auf dem Rasen hat sie sich diesen Status verdient.
Evans sieht die Ausgangslage dennoch anders: „Wir haben in diesem Jahr so viele Überraschungen im Damen-Turnier gesehen, aber am Ende stehen zwei der stärksten Spielerinnen im Finale: Swiatek und Anisimova“, sagt Evans. „Swiatek war vielleicht nicht in ihrer besten Form, als sie nach Wimbledon kam, umso spannender war es zu verfolgen, wie sie sich wieder an die Spitze gekämpft hat.“
Anisimova beeindruckt Evans auf Rasen
Evans hebt besonders Anisimovas Leistungen auf Rasen hervor. „Anisimova ist für mich derzeit die beste Spielerin auf diesem Belag“, meint er. „Sie stand bereits im Queen’s-Finale, auch wenn sie dort gegen Tatjana Maria verloren hat. Maria hat damals mit Taktiken gespielt, die man selten sieht, und Anisimova hatte einfach keinen guten Tag. Jetzt steht sie verdient im Wimbledon-Finale und ich halte sie für die Favoritin. Ich glaube, sie gewinnt das Turnier.“
Die diesjährigen Damenwettbewerbe in Wimbledon waren von Überraschungen geprägt. Spielerinnen wie Coco Gauff und Jessica Pegula mussten schon in der ersten Runde die Segel streichen. Für Evans liegt darin ein Vorteil: „Mir hat das Damen-Turnier richtig Spaß gemacht. Es ist gut, dass so viele Gesetzte früh ausgeschieden sind – das bringt frischen Wind und mehr Aufmerksamkeit für andere Spielerinnen.“
Mehr Vielfalt an der Spitze im Damentennis
Evans findet es positiv, dass der Damenbereich immer wieder neue Siegerinnen hervorbringt: „Man sieht, wie groß die Leistungsdichte im Damentennis ist. In den letzten Jahren gab es immer wieder neue Gewinnerinnen in Wimbledon. Das ist anders als bei den Herren, wo oft die gleichen Spieler dominieren. Ich finde es spannend, neue Namen ganz vorne zu sehen.“
