Die kanadische Tennisspielerin Eugenie Bouchard beendet ihre Profikarriere beim WTA-1000-Turnier in Montreal. Auf Instagram teilte sie die Entscheidung mit den Worten: „Du weißt, wann es Zeit ist. Für mich ist es jetzt. Ich beende meine Karriere dort, wo alles begann: Montreal.“ Dazu veröffentlichte sie emotionale Fotos aus verschiedenen Stationen ihrer Laufbahn.
Bouchard sorgte schon früh für Aufsehen. 2012 gewann sie den Wimbledon-Titel bei den Juniorinnen, ein Jahr später wurde sie von der WTA als „Newcomer of the Year“ ausgezeichnet. Ihr größter Erfolg folgte 2014 mit dem Einzug ins Wimbledon-Finale, das sie gegen Petra Kvitova verlor. In diesem Jahr erreichte sie mit Rang fünf ihre beste Platzierung in der Weltrangliste. Trotz hoher Erwartungen blieb es bei einem WTA-Titel, dem Nürnberger Cup. Verletzungen und Formschwankungen bestimmten den weiteren Verlauf ihrer Karriere.
Bouchards Bedeutung für den kanadischen Tennissport
Der CEO von Tennis Canada, Gavin Ziv, würdigte Bouchards Leistungen: „Nur wenige Athletinnen haben den kanadischen Tennissport so geprägt wie Genie in ihrer außergewöhnlichen Karriere. Sie war eine der Ersten im National Tennis Centre in Montreal und hat Dinge erreicht, die viele für unmöglich hielten.“ Auch die Turnierdirektorin der National Bank Open, Valerie Tetreault, betonte: „Sie ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte unseres Sports in Kanada und ein Vorbild.“
Neben dem Tennis entdeckte Bouchard zuletzt Pickleball für sich. 2023 wechselte sie offiziell auf die Profi-Tour dieser Sportart. „Ich würde sagen, dieses Jahr hat sich einiges verändert, weil ich Zeit in Pickleball investiere. Ich teste gerade aus, wie es mir gefällt, beides zu machen. Es ist alles neu für mich“, erklärte sie in einem Interview.
Mit dem Abschied in Montreal endet ein Kapitel, das viele junge Sportlerinnen inspiriert hat.
