Iga Swiatek hat beim Canadian Open einmal mehr ihre Klasse unter Beweis gestellt. Die Polin besiegte in der dritten Runde die Deutsche Eva Lys mit 6:2, 6:2 – ein Auftritt, der nur 72 Minuten dauerte. Swiatek dominierte die Partie, nahm Lys viermal den Aufschlag ab und ließ selbst keinen einzigen Breakverlust zu.
„Ich habe mich einfach auf mich konzentriert und wusste, was mein Plan war“, sagte die Weltranglisten-Dritte nach dem Match auf dem Platz. „Eva hat ein paar tolle Longline-Bälle gespielt und war schnell. Es war nicht einfach. Ich bin froh, dass ich meinen Job erledigt habe.“
Dieser Sieg festigt nicht nur Swiateks makellose Bilanz gegen deutsche Gegnerinnen – sie steht nun bei 12:0 –, sondern bringt sie auch in eine prominente Position innerhalb der WTA-Geschichte.
Ein Platz unter den Großen
Durch ihren Erfolg gegen Lys verbesserte Swiatek ihre Bilanz bei WTA-1000-Turnieren auf 116 Siege bei 27 Niederlagen – eine Siegquote von 81,1 Prozent. Damit überholte sie Martina Hingis, die in ihrer Karriere 189 Siege bei 44 Niederlagen in dieser Turnierkategorie erreichte.
Swiatek ist damit die viertbeste Spielerin aller Zeiten in dieser Statistik seit Einführung des Formats im Jahr 1990. Nur Justine Henin (81,6 %), Serena Williams (84,0 %) und Steffi Graf (88,4 %) weisen höhere Quoten auf. Besonders bemerkenswert: Die 24-Jährige hat bereits zehn WTA-1000-Titel geholt – ein Wert, den nur sieben andere Spielerinnen seit 1990 erreicht oder übertroffen haben.
Hingis, einst die dominierende Figur auf der Tour, holte 17 Titel in dieser Turnierklasse und stand 27 Mal im Finale. Doch nun steht Swiatek, zumindest was die Prozentzahl betrifft, hauchdünn vor der Schweizerin. Ein klares Zeichen dafür, wie konstant sie auf höchstem Niveau spielt.
Nächste Gegnerin schon in Sicht
Swiatek trifft nun im Achtelfinale des Canadian Open auf die Dänin Clara Tauson. Die Polin wird versuchen, ihre starke Quote weiter auszubauen – und sich vielleicht noch näher an Henin oder Williams heranzuschieben.
Für die aktuelle Nummer drei der Welt ist klar: Solche Siege sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis klarer Spielpläne und ständiger Weiterentwicklung. Das zeigt sich nicht nur im Spiel, sondern auch in den Statistiken.
