Cevara erklärt Gründe für das Ende der Zusammenarbeit mit Medvedev

by Faruk Imamovic
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Cevara erklärt Gründe für das Ende der Zusammenarbeit mit Medvedev
© Criktalks/X/Fair Use

Acht Jahre lang arbeiteten sie Seite an Seite, nun ist die Partnerschaft vorbei: Gilles Cevara, langjähriger Trainer von Daniil Medvedev, hat erklärt, dass eine Fortsetzung „ein Risiko“ für beide Seiten gewesen wäre. Der Franzose sprach von einer negativen „Energie“, die sich zuletzt rund um den Russen aufgebaut habe. Kurz nach Medvedevs Erstrundenniederlage bei den US Open gegen Benjamin Bonzi verkündete das Team die Trennung.

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In dieser Zeit feierten beide große Erfolge: Platz eins der Weltrangliste, ein Grand-Slam-Titel, sechs Masters-1000-Trophäen und der Sieg bei den ATP Finals. Doch die Ergebnisse ließen seit Längerem nach. „Resultate sind das Maß für professionellen Erfolg – und auch für die Spieler-Trainer-Beziehung im Tennis“, sagte Cevara im Gespräch mit Tennis Majors. „Sie waren seit einiger Zeit nicht zufriedenstellend.“

Gründe für den Bruch

Cevara erklärte, dass sich nach der Erstrundenniederlage in Wimbledon der Gedanke verfestigt habe, es müsse eine Veränderung geben. „Das ‚Etwas‘ war die Energie um Daniil. Wir mussten die beteiligten Personen ändern“, betonte er. Medvedev selbst habe nach den US Open die Idee eingebracht: „Nach acht Jahren ist es vielleicht Zeit für etwas Neues.“ Cevara bestätigte ihm, dass ein frischer Impuls nötig sei.

Die sportliche Entwicklung spricht für sich. Seit dem verlorenen Australian-Open-Finale 2024 gegen Jannik Sinner – nach einer 2:0-Satzführung – hat Medvedev keinen Titel mehr geholt. In der Weltrangliste ist er mittlerweile auf Platz 13 zurückgefallen, bald sogar auf Rang 17. In der laufenden Saison gelang ihm bei den Grand Slams lediglich ein Sieg, in Melbourne.

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Blick nach vorn für den Russen

Für Cevara war klar, dass ein Weiter-so zu gefährlich gewesen wäre: „Wenn ich gefragt hätte: ‚Kannst du so weitermachen?‘ und er hätte ‚ja‘ gesagt, wäre das ein riesiges Risiko gewesen. Wir hätten null Spielraum gehabt.“

Die Zusammenarbeit mit Gilles Simon, den Medvedev 2024 zusätzlich ins Team holte, habe weitere Unruhe gebracht. „Es entstand eine Art ‚Störgeräusch‘, das wir nicht überwinden konnten“, so Cevara. Die Versuche, das Fundament neu aufzubauen, seien ins Stocken geraten.

Medvedev will nun beim ATP-250-Turnier in Hangzhou zurück auf die Tour. Ob der Bruch mit Cevara der Neustart wird, den er braucht, bleibt offen – die Ressourcen dafür sieht sein Ex-Trainer jedoch weiterhin.

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