Emma Raducanu wird Großbritannien im Viertelfinale des Billie-Jean-King-Cups gegen Japan nicht vertreten. Stattdessen hat die 21-Jährige eine Wildcard für das WTA-500-Turnier in Seoul angenommen, das vom 15. bis 21. September stattfindet.
Damit fällt sie aus der britischen Aufstellung, die mit Katie Boulter, Jodie Burrage und Sonay Kartal am 18. September gegen Japan antreten sollte. Wer Raducanu ersetzt, soll in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden. Das Siegerteam trifft anschließend auf den Gewinner der Partie zwischen den USA und Kasachstan.
Entscheidung für die Korea Open
Raducanu kennt das Turnier in Seoul gut. 2024 erreichte sie dort das Viertelfinale, musste jedoch gegen Daria Kasatkina wegen Fußproblemen aufgeben. Auch 2022 hatte sie in Korea verletzt aufgeben müssen, diesmal im Match gegen Jelena Ostapenko. Trotz dieser Vorgeschichte entschied sich die US-Open-Siegerin von 2021 erneut für die Teilnahme.
Die japanische Auswahl tritt mit einem starken Kader an, darunter Naomi Osaka, die vier Grand-Slam-Titel gewonnen hat, sowie Moyuka Uchijima, Ena Shibahara, Eri Hozumi und Shuko Aoyama.
Billie Jean King selbst hatte sich im Vorfeld auf Raducanus Einsatz im Team gefreut. „I think it’s huge that you can speak the language of wherever you are. Raducanu is very articulate as well, she’s very good at getting up and speaking, covering a lot of subjects. You can tell she thinks about a lot of things compared to a lot of the players. I think we’re really lucky to have her but she likes it, she likes playing for her country“, erklärte die Tennislegende.
Rückkehr zu alter Form
Raducanu spielte im Jahr 2024 eine wichtige Rolle, als Großbritannien das Halbfinale beim Billie-Jean-King-Cup erreichte. Sie gewann alle drei Einzelpartien und holte den einzigen Punkt gegen die Slowakei. Im Frühjahr hatte sie bereits auf Einsätze verzichtet, um sich mit einem Trainingsblock stärker auf ihre Fitness zu konzentrieren.
Inzwischen ist die Britin wieder auf dem Weg nach oben. In der Weltrangliste belegt sie aktuell Platz 36, nachdem sie unter anderem das Halbfinale in Washington erreichte. Bei den US Open scheiterte sie zwar in Runde drei an Elena Rybakina, hatte zuvor jedoch mit konstanten Auftritten überzeugt.
Mit Francisco Roig, dem ehemaligen Trainer von Rafael Nadal, hat sie seit der Zeit nach Wimbledon einen neuen Coach an ihrer Seite. „Right now we’re working through to the end of the year, and I’m looking forward to just getting back to work really“, erklärte Raducanu. Erste Fortschritte seien bereits sichtbar, besonders in den spielerischen Details.
