Die ehemalige Wimbledon-Siegerin Marketa Vondrousova hat deutlich auf Aussagen von Trainerlegende und Kommentator Brad Gilbert reagiert. Der US-Amerikaner stellte in einem Podcast infrage, wie verletzte Profis mit Turnierabsagen umgehen. Vondrousova, die beim US Open nach einer starken Woche verletzt aufgeben musste, zeigte sich von seinen Worten „angewidert“.
Die 25-Jährige war ungesetzt ins Turnier gestartet, nachdem sie wegen anhaltender Schulterprobleme in der Weltrangliste auf Platz 60 zurückgefallen war. Dennoch spielte sie sich mit Siegen über drei gesetzte Spielerinnen – darunter Elena Rybakina – bis ins Viertelfinale. Kurz vor dem Duell mit Weltranglistenerster Aryna Sabalenka erlitt sie jedoch eine Knieverletzung und musste zurückziehen.
Unterstützung und Kritik
Sabalenka zeigte Verständnis und schrieb auf Instagram: „Es tut mir so leid für Marketa nach allem, was sie durchgemacht hat. Sie hat großartiges Tennis gespielt, und ich weiß, wie sehr sie das verletzt. Pass auf dich auf und erhole dich schnell.“
Auch Brad Gilbert äußerte sich zunächst mitfühlend und hoffte, es handle sich nicht um eine ernste Verletzung. Später verschärfte er jedoch den Ton. In Andy Roddicks Podcast sagte er: „Es nervt mich total, wenn Spieler den Stecker ziehen und eine Woche später wieder spielen. Es sollte eine Regel geben, dass man nach einer Aufgabe nicht gleich nächste Woche antreten darf.“
Vondrousovas klare Antwort
Die Tschechin ließ das nicht unkommentiert. In ihrer Instagram-Story teilte sie einen Beitrag zu den Aussagen und schrieb: „Lasst uns Athleten für Verletzungen fertig machen, ich bin auch von Brad angewidert.“
Vondrousova wird durch ihr starkes Abschneiden in New York in der Weltrangliste voraussichtlich um 24 Plätze auf Rang 36 klettern. Auf der Meldeliste für das WTA-1000-Turnier in China steht sie bereits, doch ob und wann sie tatsächlich zurückkehrt, ist nach der jüngsten Verletzung unklar.
