Emma Raducanu hat ihre Asien-Tour mit einem hart erkämpften Auftaktsieg beim Korea Open begonnen. Die Britin setzte sich in der ersten Runde gegen die Rumänin Jaqueline Cristian mit 6:3, 6:4 durch. Trotz des Zweisatz-Erfolgs war die Partie im Seoul Olympic Park Tennis Center alles andere als ein Spaziergang.
Wegen Regenfällen wurde das Duell mehrfach verschoben und schließlich erst am Mittwochabend ausgetragen. Raducanu benötigte über zwei Stunden, um den Sieg perfekt zu machen. Allein im ersten Satz musste sie 12 Breakbälle abwehren und geriet zunächst ins Hintertreffen, ehe sie nach mehr als einer Stunde Durchgang eins für sich entschied.
Hartes Los in der zweiten Runde
Auch der zweite Satz blieb umkämpft. Beide Spielerinnen nahmen sich früh den Aufschlag ab, bevor Raducanu im neunten Spiel das entscheidende Break gelang. Nach 2:02 Stunden verwandelte sie schließlich ihren Matchball.
Mit dem Erfolg verbessert sich die 22-Jährige vorläufig in den Live-Rankings auf Platz 32. Damit liegt sie knapp vor der Chinesin Wang Xinyu. Erreicht sie erneut das Viertelfinale in Seoul, würde sie diesen Platz festigen. Bei einer noch besseren Platzierung wäre sogar der Sprung unter die Top 30 möglich – eine wichtige Grundlage, um beim Australian Open 2026 gesetzt zu sein.
Doch Raducanu erwartet eine enorme Herausforderung. In der zweiten Runde trifft sie erstmals auf Barbora Krejcikova. Die Tschechin, zweifache Grand-Slam-Siegerin und frühere Nummer zwei der Welt, kämpfte zwar lange mit Verletzungen, befindet sich aber wieder auf dem Weg nach oben. Beim US Open stand sie kürzlich im Viertelfinale, und auch in Seoul zeigte sie mit einem klaren Sieg gegen Tatiana Prozorova ihre starke Form.
Das Duell der beiden Major-Champions verspricht Spannung. Die Siegerin könnte im Viertelfinale auf die topgesetzte Iga Swiatek treffen.
