Victoria Mboko hat eines der Märchen der aktuellen WTA-Saison geschrieben. Die erst 18-jährige Kanadierin gewann als Wildcard-Spielerin den Canadian Open und holte damit ihren ersten großen Titel. Sie begann das Jahr noch auf Platz 333 der Weltrangliste, doch fünf ITF-Erfolge und ein starkes Debüt bei den French Open brachten sie schnell unter die besten 100. Der Triumph in ihrer Heimat setzte dem Aufstieg die Krone auf.
Nach Erfolgen über Sofia Kenin, die French-Open-Siegerin Coco Gauff und Elena Rybakina traf sie im Finale auf Naomi Osaka. Trotz eines schwachen Starts drehte sie das Match und siegte 2:6, 6:4, 6:1. Damit reiht sie sich in eine exklusive Liste von Spielerinnen wie Monica Seles, Steffi Graf, Maria Sharapova und Bianca Andreescu ein, die als Wildcard ein WTA-1000-Turnier gewinnen konnten.
„Ein wichtiger Meilenstein“
In einem Interview mit Rolling Stone Africa, wo sie erstmals das Cover ziert, sprach Mboko über ihre Gefühle: „It feels amazing to be mentioned alongside players like Monica Seles, Steffi Graf, Sharapova, and Bianca. Being associated with them is really special, and it shows the kind of incredible careers they’ve had. That gives me a lot of hope and motivation for my own journey.“
Mit ihrem Titel stieg sie bis auf Rang 23 der Weltrangliste. Sie selbst blickt schon nach vorne: „There are so many milestones I hope to achieve. Winning a Grand Slam or becoming world number one would always be a huge blessing, but I know there’s a process to reaching those goals.“
Inspiration über den Sport hinaus
Mboko betonte, dass sie nicht nur sportlich erfolgreich sein möchte, sondern auch eine Vorbildrolle einnehmen will. „It would be incredibly heartwarming to feel that my story, or where I come from, could help change the sport in some way. I want to inspire the next generation of tennis players, whether in Canada or even in Africa.“
Die Tochter kongolesischer Einwanderer möchte jungen Mädchen Mut machen, an ihre Chancen zu glauben. Ihr Weg zeigt, dass ein schneller Aufstieg möglich ist, wenn man an sich glaubt und hart arbeitet. Für Mboko selbst ist klar: „I’ve always believed that the sky’s the limit. Dreaming big is so important.“
