Iga Swiatek steht in Peking vor einer großen Chance, Aryna Sabalenka in der Weltrangliste näherzukommen. Dennoch betont die Polin, dass die Rückkehr auf Platz eins für sie keine Priorität sei. „Ich würde sagen, es ist immer etwas, das im Hinterkopf bleibt, aber es ist nicht der Hauptfokus“, erklärte die sechsmalige Grand-Slam-Siegerin vor ihrem Auftakt beim China Open.
Swiatek hatte die Nummer eins der Welt insgesamt 125 Wochen gehalten, bevor Sabalenka sie im Oktober 2024 an der Spitze ablöste. Verletzungen und eine vorläufige Dopingsperre warfen die Polin zurück, zeitweise fiel sie bis auf Rang acht. Mit Siegen in Wimbledon, Cincinnati und zuletzt in Seoul kämpfte sie sich jedoch auf Platz zwei zurück.
Punktejagd in Peking
Sabalenka, die seit den US Open pausiert, verliert in dieser Woche 215 Punkte. Da in Peking für die Siegerin 1.000 Zähler vergeben werden, hat Swiatek die Möglichkeit, den Abstand deutlich zu verkleinern. Aktuell liegt sie bei 8.433 Punkten, Sabalenka hält 11.225. Mit Blick auf die Saisonendphase ist der Druck auf die Belarussin groß, da sie noch weitere Punkte verteidigen muss, unter anderem in Wuhan.
Swiatek will davon nicht abgelenkt werden: „Ich weiß bereits, dass es nicht der richtige Weg ist, über Rankings nachzudenken, egal ob du die Nummer zwei oder die Nummer eins bist. Es sind nur Zahlen. Wichtig ist, dass man das Tennis spürt und sich auf Verbesserungen auf dem Platz konzentriert.“
Auftakt gegen Yuan Yue
Die 24-Jährige trifft zum Start in Peking auf Lokalmatadorin Yuan Yue, die sich in der ersten Runde gegen Yulia Putintseva durchgesetzt hat. Swiatek kennt die Bühne: Schon bei ihrem Debüt 2023 gewann sie das Turnier und eroberte damals am Jahresende die Spitze der Weltrangliste zurück. Ein ähnliches Szenario scheint 2025 nicht ausgeschlossen, auch wenn sie selbst die Aufmerksamkeit lieber auf ihr Spiel richtet als auf Zahlen.
