Eva Lys hat beim WTA-1000-Turnier in Peking für ein Ausrufezeichen gesorgt. Die 23-Jährige bezwang die ehemalige Wimbledonsiegerin Elena Rybakina in drei Sätzen mit 6:3, 1:6, 6:4 und steht erstmals im Achtelfinale eines so großen Turniers. Für die Hamburgerin war es zudem der erste Sieg überhaupt gegen eine Spielerin aus den Top 10 der Weltrangliste.
Nach 2:14 Stunden verwandelte Lys ihren zweiten Matchball und ließ sich von den Fans feiern. „Ich habe mich selbst übertroffen. Zum ersten Mal in der vierten Runde zu stehen, ist ein tolles Gefühl“, sagte sie strahlend. „Ich genieße einfach alles – die Fans, die großen Plätze. Ich bin einfach nur happy.“
Kampfgeist bringt den Unterschied
Die aktuelle Nummer 66 der Welt zeigte gegen die kraftvolle Rybakina, die acht Asse schlug, großen Kampfgeist. Im entscheidenden Satz lag Lys bereits mit Break zurück, kämpfte sich beim Stand von 3:4 aber eindrucksvoll zurück und sicherte sich mit mutigen Schlägen den Sieg.
Im Achtelfinale trifft sie nun auf McCartney Kessler aus den USA, gegen die sie beide bisherigen Begegnungen gewonnen hat. Durch den Erfolg wird Lys in der Weltrangliste in Richtung der Top 50 klettern und ihre bisherige Bestmarke von Platz 55 übertreffen.
Erste Deutsche seit 2018 im Achtelfinale
Mit ihrem Coup ist Lys die erste Deutsche seit Angelique Kerber und Julia Görges im Jahr 2018, die in Peking das Achtelfinale erreicht. Laura Siegemund und Tatjana Maria waren bereits in der ersten Runde ausgeschieden, Ella Seidel unterlag in Runde zwei Marta Kostyuk.
Das Turnier in der chinesischen Hauptstadt ist mit neun Millionen US-Dollar dotiert und gilt als einer der Höhepunkte der Saison. Für Lys ist es die bislang größte Bühne ihrer Karriere – und sie nutzt sie mit einem Sieg, der ihr Selbstvertrauen und neue Perspektiven eröffnet.
