Die frühere britische Nummer eins Annabel Croft hat Emma Raducanu nach deren Niederlage beim China Open eindringlich gewarnt. Ihrer Ansicht nach könnten Konkurrentinnen gezielt ausnutzen, dass die 21-Jährige in den letzten beiden Matches trotz klarer Führungen den Sieg aus der Hand gab.
Raducanu unterlag in Peking der Weltranglistensiebten Jessica Pegula mit 6:3, 6:7(9), 0:6, obwohl sie im zweiten Satz drei Matchbälle hatte. Schon beim WTA-Turnier in Seoul war ein ähnlicher Verlauf zu sehen: Gegen Barbora Krejcikova führte die Britin mit Satz und 5:2, vergab erneut mehrere Matchbälle und verlor am Ende mit 6:4, 6:7(10), 1:6.
„Spielerinnen reden darüber im Umkleideraum“
Croft äußerte sich bei Sky Sports besorgt: „Man muss darüber sprechen, weil man nicht möchte, dass sich solche Muster entwickeln. Sonst reden die Spielerinnen im Umkleideraum darüber und stellen sich darauf ein.“ Sie betonte, dass Raducanu zwar nicht die Einzige sei, bei der sich wiederkehrende Probleme zeigen, jedoch sei es auffällig, zweimal in kurzer Zeit trotz Matchbällen noch zu verlieren. „Es ist so schade, weil sie so gut gespielt hat, aber sie hat es viel zu schnell entgleiten lassen. Und beunruhigend ist, dass es wieder eine Niederlage gegen eine Top-10-Spielerin war.“
Pegula: „Ein verrücktes Match“
Pegula selbst zeigte sich nach ihrem Sieg beeindruckt von der Intensität: „Das war ein verrücktes Match. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Der Tiebreak war intensiv, aber ich habe mich zurückgekämpft und den Druck aufrechterhalten. Als sie den Doppelfehler gemacht hat, wusste ich, dass ich noch drin war.“ Die Amerikanerin lobte auch die Zuschauer: „Die Stimmung war fantastisch. Dieser Platz liegt mir, und ich freue mich, weiter hier zu spielen.“
Für Raducanu geht es nun beim WTA-1000-Turnier in Wuhan weiter. Dort wird sie versuchen, das Muster ihrer jüngsten Niederlagen zu durchbrechen und wieder Selbstvertrauen zu sammeln.
