Iga Swiatek hat nach ihrem überraschenden Aus beim China Open in Peking offen über ihre Probleme auf dem Platz gesprochen. Die Weltranglisten-Erste unterlag der US-Amerikanerin Emma Navarro im Achtelfinale deutlich mit 4:6, 6:4, 0:6. Bemerkenswert war dabei die hohe Fehlerquote: 70 unerzwungene Fehler leistete sich die Polin in drei Sätzen.
„Das war sicher nicht der positivste Tag“, sagte Swiatek nach dem Match. „Ich war nicht verletzt, ich habe einfach schlecht gespielt.“ Nach einem kurzen Aufbäumen im zweiten Satz habe sie in den entscheidenden Momenten nicht mehr die richtigen Lösungen gefunden. „Ehrlich gesagt hatte ich das Gefühl, dass gar nichts funktioniert. Das hat mich nervös gemacht, ich hatte zu viele Emotionen“, erklärte sie.
Probleme mit Rhythmus und Nerven
Swiatek gab zu, dass sie sich im dritten Satz in ihren Fehlern „festgefahren“ habe. Obwohl sie wusste, was nicht funktionierte, habe sie es nicht korrigieren können. „Ich war gefangen darin, es falsch zu machen, anstatt es wirklich zu lösen“, meinte die 23-Jährige selbstkritisch. Kleine Details hätten den Unterschied gemacht, etwa sichere Entscheidungen oder ein Ball mehr im Feld.
Die Polin hatte vor dem Turnier in Peking eine Siegesserie von sechs Matches hingelegt und zuletzt in Seoul ihren dritten Titel seit Juli geholt. Umso überraschender war das klare Ergebnis gegen Navarro, die derzeit auf Platz 17 der Weltrangliste steht.
Blick auf Wuhan
Trotz der Niederlage richtet Swiatek den Fokus nach vorne. Sie wird beim Wuhan Open ihr Debüt geben und sieht darin auch eine Chance: „Es gibt ein paar Dinge, an denen ich konkret arbeiten kann. Ich habe keine Ahnung, wie die Anlage aussieht, aber es ist schön, einen neuen Ort kennenzulernen.“ Positiv sei auch das kompaktere Format. „Egal ob du gewinnst oder verlierst, du kannst schneller weitermachen und bleibst im Rhythmus.“
